Archive for the ‘Netzwelt’ Category

“Privatsphäre ist sowas von Eighties”

Thursday, March 10th, 2011

Quelle: spiegel.de

Wir müssen uns von der Idee privater Daten im Internet verabschieden, sagt Julia Schramm. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE erklärt die Mitgründerin der “datenschutzkritischen Spackeria“, warum der Datenschutz nicht mehr funktioniert und was es mit Post-Privacy auf sich hat.

SPIEGEL ONLINE: Der Datenschutz muss verbessert werden, darüber waren sich bisher Internetaktivisten und Politiker grundsätzlich einig. Alles Quatsch, sagt eine neue Gruppe, die Sie mitbegründet haben – private Daten lassen sich ohnehin nicht mehr schützen. Was will die “datenschutzkritische Spackeria”?

Schramm: Keine Macht den Datenschützern. Wir finden, dass die aktuelle Diskussion um den Schutz von Daten an der Realität vorbeigeht. Wir leben in einer vernetzten Welt, wo Privatsphäre durch das Internet nicht mehr möglich ist. Nun müssen wir sehen, wie wir damit umgehen.

SPIEGEL ONLINE: Der Grundsatz “Meine Daten gehören mir” gilt nicht mehr?

Schramm: Das ist zwar ein schöner Anspruch, aber meine Daten können mir nicht mehr gehören. Wir haben längst die Kontrolle darüber verloren. Ob wir es nun gut finden oder nicht: Privatsphäre ist sowas von Eighties. (lacht)

Das nachfolgende Szenario und alle darin vorkommenden Personen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.

- – - – - – - – - – - – - – - – - – Start des Szenario – - – - – - – - – - – - – - – - – -
Die Ausgangslage:
- Jede Person/Firma/Institution kann Daten jeglicher Art, welche im öffentlichen Raum zustande gekommen sind, in einem beliebigen Ausmass verwenden.
- Es gibt keine Datenschützer

Das Szenario:
Frau Schramm läuft eines sonnigen Tages im Frühling die ‘Wissensdurststrasse 42′ entlang und bleibt mit ihrem neuen Kleid von der Firma ‘Frech & Keck’ an einer Aussparung einer städtischen Sitzbank hängen. Das Kleid wird ihr beim weitergehen von den Hüften gerissen und entblösst ihr Unterkörper, sichtbar wird dabei ihr Slip der Marke ‘Touch Me’ von der Firma ‘Intim’ und eine 12 cm lange Narbe am linken Oberschenkel.

In diesem Moment fährt das Google-Auto die Strasse entlang und fängt die Szenerie mit ihren Kameras ein.
In diesem Moment fotografieren Passanten die Szenerie mit ihren Handys.
In diesem Moment nehmen die Überwachungskamera der Stadt die Szenerie auf.

Einige Zeit später:
Google verzeichnet eine Häufigkeit beim Aufruf der ‘Wissensdurststrasse 42′ über ihren Dienst maps.google.com.
Freunde erkennen die Frau als Julia Schramm und machen diese Daten über Facebook und Twitter publik.
Die Angestellten der Überwachungsfirma stellen das Video bei Youtube ein.
Blogger in aller Welt schreiben über den Vorfall an der ‘Wissensdurststrasse 42′
Die Firma ‘Intim’ schaltet eine Ambient Media Kampagne, wo Personen den Slip ‘Touch Me’ an einer originalgetreuen Nachbildung von Julia Schramm anfassen können.
Julia Schramm bekommt Werbung von Instituten welche Schönheitsoperationen anbieten. Diese machen Werbung mit ihrer Narbe an ihrem Oberschenkel.
Julia Schramm bekommt Angebote aus der Pornoindustrie.
Eine Internet-Werbefirma findet heraus, dass Julia zwei Wochen vor dem Vorfall, als sie den Slip ‘Touch Me’ über das Internet bestellte, von der selben IP aus, 4 Minuten nach der Bestellung eine Informationswebseite zum Thema Brustkrebs anwählte und dort 25 Minuten verweilte. Ihre Private Krankenkasse weiss dies jetzt auch.
Eine religiöse, fundamentalistische Gruppe im Inland stört sich an den ‘obszönen’ Bilder und fängt an Julia Schramm-Puppen zu verbrennen.
- – - – - – - – - – - – - – - – - – Ende des Szenario – - – - – - – - – - – - – - – - – -

SPIEGEL ONLINE: Tatsächlich sammeln Unternehmen vielfach persönliche Daten und forschen uns aus. Das sollen wir uns gefallen lassen?

Schramm: Wir lehnen es jedenfalls ab, das mit Gewalt zu verhindern. Natürlich ist die Dominanz von einigen wenigen großen Internetfirmen wie Google oder Facebook bedenklich. Deswegen plädieren wir dafür, dass Menschen bewusst mit ihren Daten und dem Internet umgehen: Dort gibt es einfach keine Privatsphäre mehr. Aber das heißt noch lange nicht, dass Datenschutzgesetzte aus der analogen Zeit das Internet einschränken müssen.

Das Problem ist nicht mal so sehr das Google weiss welche Seite ich angeschaut habe oder Facebook alle meine Freunde kennt oder Amazon meine Lieblingsbücher. Das Problem ist die Vernetzung der Daten untereinander, also das Erstellen von Profilen.

SPIEGEL ONLINE: Was ist denn das für eine Gewalt, von der sie sprechen?

Schramm: Ein Beispiel: Der Datenschützer in Niedersachsen hat dem Betreiber einer Website verboten, Google-Werbung auf seinen Seiten zu schalten. Die Begründung war, dass die IP-Adressen der Nutzer ungefragt an einen weiteren Server übertragen werden. Dabei ist das im Internet die Regel, sehr viele Seiten nutzen solche Dienste – und die Nutzer wissen das auch. Die Entscheidung dagegen ist eine Form von Staatsgewalt.

Einverstanden, so ein Verbot macht tatsächlich keinen Sinn. Viele Nutzer kennen aber die Mechanismen des Internets nur ungenügend, eine Informationspflicht seitens der Betreiber, bzw. ein Nachfragen des Nutzers nach der Erlaubnis für die Weitergabe von Daten sollte Standard sein. Als Beispiel: Auf den Strassen Innenorts (Schweiz) ist die Höchstgeschwindigkeit 50Km/h. Diese Tatsache ist bei allen Motorfahrzeuglenker in der Schweiz bekannt, angeschrieben wird die Höchstgeschwindigkeit trotzdem vor jedem Dorf, warum wohl?

SPIEGEL ONLINE: Der Staat soll sich aus der Regulierung des Internets weitgehend raushalten?

Schramm: Ja! Nehmen wir zum Beispiel die Idee mit dem Radiergummi. Politiker diskutieren derzeit, wie man einen Mechanismus des Vergessens ins Internet einbauen kann. Das sind gewalttätige Versuche, die Struktur des Internets zu beeinflussen.

Diese Versuche das Internet mittels Radiergummi zum Vergessen zu bewegen sind genau so bescheuert wie Stoppschilder vor bestimmten Webseiten aufzustellen. Personen – meist Politiker – welche so einen Unsinn fordern haben die Funktionsweise des Internets nicht verstanden. Diese Forderungen sind teils so absurd, sie können daher auch nicht umgesetzt werden und dienen nur den warholischen 15 Minuten Ruhm.

SPIEGEL ONLINE: Ohne staatliche Regeln sind die Internetnutzer den Datenkraken ausgeliefert. Ist das nicht ein Widerspruch zum bewussten Umgang mit den persönlichen Daten?

Schramm: Im Internet ist es eben vorbei mit der Privatsphäre, darüber sollte man sich klar sein. Schon der Begriff Datenschutz gaukelt eine falsche Sicherheit vor, die es praktisch nicht mehr gibt. Die einzige Alternative ist, anonym zu surfen.

Sorry Julia, anonymes Surfen gaukelt eine falsche Sicherheit vor.

SPIEGEL ONLINE: Ohne Privatsphäre gibt es kaum noch Geheimnisse. Ist das nicht eine schreckliche Vorstellung?

Schramm: Privatsphäre ist auch der Ort, wo Ehemänner ihre Frauen schlagen. Aber wir wollen auch keinen anarchistischen Zustand, in dem es überhaupt keine Privatsphäre mehr gibt. Es muss schon noch Einschränkungen geben.

Der Vergleich hinkt, denn das Schlagen einer anderen Person ist eine Straftat, egal ob innerhalb der Privatsphäre oder im öffentlichen Raum.

SPIEGEL ONLINE: Und zwar?

Schramm: Grundsätzlich muss der Verbraucherschutz umgesetzt werden – Schutz vor Betrug ist aber wahrlich nicht nur im Internet relevant. Da müssen Standards eingehalten werden. Beim Datenschutz von Kindern, die ins Netz “hochgeladen” werden, bin ich noch unschlüssig – da fehlt eine Debatte. Und natürlich gilt: Post-Privacy ist kein normativer Anspruch, sondern, neben der Zustandsbeschreibung, ein persönlicher Anspruch, dem man niemandem aufzwingen kann.

SPIEGEL ONLINE: Wie also soll der neue Datenschutz aussehen?

Schramm: Genau darüber wollen wir jetzt diskutieren, eine Antwort haben wir noch nicht. Nur so viel ist klar: Wir müssen den Begriff neu definieren. Was sind überhaupt schützenswerte Daten – und wie kann man sie schützen? Mit einem digitalen Radiergummi doch ganz sicher nicht.

Kurz gesagt: Julia Schramm wünscht sich Verbraucher- und Datenschutz im Internet, aber irgendwie anders und anders benannt. Ich finde das Ganze ein wenig wirr, sorry…

Twitter ist 7,7 Milliarden Dollar wert

Saturday, March 5th, 2011

Quelle: tagesanzeiger.ch

Der Kurznachrichtendienst Twitter ist schätzungsweise 7,7 Milliarden Dollar wert. Dies ergab eine Versteigerung von Firmenanteilen. Bei einer Bewertung im Dezember für die Zusammenstellung einer Finanzspritze war Twitter noch weniger als halb so viel wert.

Man muss schon extrem gierig sein, um nicht erkennen zu können, dass solche Bewertungen nicht die Realität widerspiegeln können.

Facebook steigert seinen Wert auf 65 Milliarden Dollar

Friday, March 4th, 2011

Quelle: tagesanzeiger.ch

Erst im Januar war der Wert von Facebook nach einem Einstieg von Goldman Sachs auf 50 Milliarden Dollar hochgerechnet worden. Nun hat das soziale Netzwerk einen neuen Grossinvestor gefunden.
[...]
Erst im Januar war der Wert von Facebook nach einem Einstieg unter anderem der Investmentbank Goldman Sachs auf 50 Milliarden Dollar hochgerechnet worden.
[...]
Anteile an Facebook werden auf dem sogenannten zweiten Markt gehandelt. Das von Mark Zuckerberg gegründete soziale Netzwerk hat nach eigenen Angaben mehr als 600 Millionen Nutzer weltweit.

Ich höre in der Ferne schon ein Blase platzen…
Zudem bezweifle ich stark, dass die genannten 600 Millionen Nutzer auf Facebook auch tatsächlich aktive Nutzer sind.

Offline im Auftrag des Herrn

Friday, February 18th, 2011

Quelle: golem.de

Ein evangelischer Medienverband ruft zum “Medienfasten” auf: Eine Woche lang sollen Spielkonsole, Computer und Fernseher aus bleiben – damit mehr Zeit für Freunde und Familie ist und Kopf und Seele frei bleiben.

Wenn ein evangelischer Medienverband so ein Aufruf macht, geht es in erster Linie nicht um Freunde und Familie.

Aus dem golem.de Forum:

Dieser theologische Aufruf soll eigentlich nur heißen:
“Tausche Deine virtuellen Freunde, gegen einen imaginären Freund”

Damit ist zu diesem Thema alles gesagt worden :twisted:

Männer schreiben die Wikipedia voll

Friday, February 4th, 2011

Quelle: spiegel.de

Diese Frage hat jüngst auch die Geschäftsführerin der Wikimedia-Foundation gestellt. Sue Gardner erklärte der “New York Times”, ein wichtiges Ziel der Stiftung sei es, den Anteil weiblicher Freiwilliger bis 2015 auf 25 Prozent zu erhöhen.

Demnach ist heute weniger als ein Viertel der Wikipedianer weiblich. Aber wie viele sind es genau? Ist das Verhältnis in Deutschland ähnlich?

Nanu? Braucht Wikipedia tatsächlich eine Frauenquote für “freiwilliges” Mitmachen?

Die Recherche nach genaueren Angaben als “Männerüberschuss” führt erst mal vor Augen, wie miserabel die Datenqualität – im Hinblick auf einige Details – bei einem eigentlich doch so umfassend digital dokumentierten Projekt wie der Wikipedia ist.
[...]
* gut 68 Prozent der Befragten sagten, sie würden die Wikipedia nur lesen, nicht aktiv als Autoren mitwirken
* von diesen Lesern sind fast 69 Prozent Männer
* von den Autoren sind gut 87 Prozent Männer.

Vermutlich ist die Datenqualität so schlecht, weil 87 Prozent der Beiträge von Männer geschrieben wurden, was der wirre Zusammenhang zwischen “Männerüberschuss” und Datenqualität wohl suggerieren will. Vermutlich lässt sich die Datenqualität nur durch eine Erhöhung des Frauenanteils anheben, alles klar!

Vielleicht schreckt Frauen überdurchschnittlich stark ab, was viele Wikipedia-Nutzer auch von der Mitarbeit abhält: Der Einstieg ist kompliziert, es gibt viele Regeln, die Ansprüche an neue Artikel sind hoch, es gibt wenige Themen, die völlig unbeackert sind.
[...]
Liegt es an die vielen Regeln? Liegt es an der für Einsteiger manchmal unübersichtlichen Benutzeroberfläche? Liegt es am Umgangston? Mangels Studien ist es unmöglich, da einen Grund zu benennen. Soziologe Stegbauer spielt das an einem Beispiel durch: “Denkbar wäre ja, dass der bisweilen raue Umgangston Frauen abschreckt. Aber: Um davon abgeschreckt zu werden, müssen Frauen ja erst mal mitarbeiten – wir wissen nicht, ob das geschieht.”

Vielleicht hat es was damit zu tun, dass Männer “eher” eine höhere Technik-Affinität haben als Frauen. Möglicherweise hat es auch mit einer grösseren Ausprägung von Narzissmus, oder einem Mitteilungsbedürfnis seitens der Männer zu tun, warum diese häufiger bei Wikipedia schreiben. Es kann aber auch sein, dass die meisten Frauen einfach kein Interesse daran haben sich aktiv in der Wikipedia-Community zu engagieren.

Es gibt da nur Einzelfälle, die illustrieren, wo ein Problem liegen könnte. Zum Beispiel die Geschichte einer Jura-Studentin, die Comics sammelt und in der englischsprachigen Wikipedia eine Kategorie für weibliche Superhelden anlegen wollte. Sie registrierte sich, schuf die Kategorie und pflegte Artikel ein. Dann kam es zur Abstimmung über die Kategorie, sie wurde für unnötig befunden und gelöscht.

Die Gegner argumentierten, die Kategorie sei “zu weit” gefasst, die Befürworter hielten dagegen, sie sei enger gefasst als die bestehende “Superhelden”-Kategorie, zudem habe das Geschlecht der Comicfiguren eine kulturelle Bedeutung. Die Gegner gewannen die Abstimmung, Die Autorin erinnert sich in ihrem Blog: “Dass ich als ein Neuling eine gute Idee haben und mich dafür engagieren könnte, diese Möglichkeit existierte nicht.” Sie pflegt ihre Material-Sammlung zum Thema inzwischen beim offenen Wikipedia-Gegenstück Wikia.

Die Löschdebatte hat in diesem Fall ein besonderes Geschmäckle (Autorin verteidigt einen Beitrag über Sexismus in der Popkultur gegen die Löschanträge überwiegend männlicher Nutzer), aber diese Art von Lösch-Aktionen dürfte jeden neuen Nutzer verschrecken, unabhängig von Geschlecht und Thema.

Schaut man sich die Historien der Artikel und die Forumsbeiträge mal genauer an, so sieht man dort, dass häufig ganze Seiten oder einzelne Rubriken abgelehnt, verändert oder gar gelöscht wurden. Bei einem Männeranteil von 87 Prozent dürften Löschungen von Beiträgen auch dementsprechend mehr Männer tangieren und kann daher bestimmt nicht Geschlechtsspezifisch begründet werden.

Jede/r kann bei Wikipedia mitmachen, wollen muss man halt nur…

Keine höhere Aufklärung durch Vorratsdatenspeicherung

Friday, January 28th, 2011

Quelle: golem.de

Überwachungsgegner haben in Daten des Bundeskriminalamts Belege dafür gefunden, dass durch Vorratsdatenspeicherung nicht automatisch mehr Verbrechen aufgeklärt werden. Die neue Analyse bringt die Befürworter der Überwachung in Erklärungsnot.
[...]
Laut Analyse registrierte die Polizei in der Zeit der Vorratsdatenspeicherung im Jahr 2009 mit 1.422.968 mehr schwere Straftaten als im Jahr 2007 mit 1.359.102. Die Aufklärungsquote sank von 77,6 Prozent 2007 auf 76,3 Prozent im Jahr 2009.

Die Zahl der schweren Internetstraftaten stieg von 167.451 im Jahr 2008 auf 206.909 im Jahr 2009 stark an, während die Aufklärungsrate von 79,8 Prozent auf 75,7 Prozent zurückging, so der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung.

Nun ja, diese Zahlen lassen sich bestimmt nicht für oder gegen die Vorratsdatenspeicherung als Ursache interpretieren, denn dafür ist der Zeitraum der Messung und die Veränderung der Daten zu gering. In den Zahlen 167.451 und 206.909 sieht man eine Zuname der Internetstraftaten von über 23 Prozent. Ob der Personalbestand zur Aufklärung dieser Straftaten gleich geblieben war oder sogar verringert wurde, lässt sich neben den fehlenden Informationen über die Komplexität der Straftaten (Länderübergreifende Ermittlungen) nicht eruieren.

Zudem lassen sich diese Daten auch so interpretieren, dass die Vorratsdatenspeicherung noch viel stärker ausgebaut werden muss um wirksam gegen Straftaten eingesetzt zu werden. Ein Schelm der dabei böses denkt :-)

Ich persönlich glaube auch nicht dass sich mittels Vorratsdatenspeicherung Verbrechen schneller aufklären, oder gar verhindern lassen, denn es gibt genügend Mittel und Wege nicht als eindeutig, identifizierbare Person mit einem bestimmten Datensatz in Verbindung gebracht zu werden. Ein potentieller Verbrecher mit der Absicht nicht erwischt zu werden, wird diesen Umstand bei seinen Vorbereitungen berücksichtigen. Es wird bestimmt in der Zukunft der eine oder andere aufgeklärte Fall geben indem die Vorratsdatenspeicherung neben den klassischen Aufklärungsmethoden eine Rolle spielt.

Das Missbrauchspotential solcher “Daten auf Vorrat” sollte man auch nicht mit der Bemerkung: “Ich habe ja nichts zu verbergen” schön reden, denn wo Daten zu einer bestimmten Person, seinen Vorlieben, Interessen, Abneigungen, Gewohnheiten und politischen Ansichten zentral verfügbar sind wird dies Begehrlichkeiten wecken.

Denn Freiheit stirbt mit Sicherheit.

EVE Online – Incursion 1.1.0

Wednesday, January 19th, 2011

Quelle: golem.de

Alte Laaylaa
laaylaa.jpg

Neue Laaylaa

Link des Tages

Monday, January 10th, 2011

Und gleich die Petition unterschreiben, damit wir nicht dem SUISA-Monster eines Tages noch eine Abgabe auf jedes IPv6-Küchengerät entrichten müssen.

Android Market – Neue Rückgaberegelung verärgert Kunden

Tuesday, December 28th, 2010

Quelle: golem.de

Noch bis vor kurzem war es im Android Market möglich, eine bezahlte Software bei Nichtgefallen innerhalb eines Tages zurückzugeben. Der Käufer bekam dann den Kaufpreis erstattet. Eine Rückgabemöglichkeit bietet der Android Market weiterhin, allerdings wurde die Zeitspanne erheblich verringert: Statt 24 Stunden bleiben dem Käufer nun nur noch 15 Minuten für eine Reklamation.

Besonders bei umfangreichen Spielen ist das Produkt innerhalb von 15 Minuten noch nicht einmal heruntergeladen. Der Anwender kann das Produkt also nicht bis zum Ende der Rückgabefrist ausprobieren. Er merkt auch nicht rechtzeitig, wenn ein Spiel auf dem eigenen Android-Smartphone gar nicht läuft. Das verärgert viele Nutzer des neuen Android Market, denn es kommt immer wieder vor, dass vor allem Spiele nicht auf allen Android-Geräten einwandfrei laufen.

Das 24 Stunden mehr als ausreichend sind um die Funktionalität eines App’s zu testen leuchtet ein. Aber 15 Minuten sind schon arg kurz, da hätte man mit einer Rückgabefrist von 60 Minuten den ganzen Wirbel mit verärgerten Kunden bestimmt verhindern können.

Minister Schünemann will PC- und Handyverbot für Verdächtige

Thursday, November 18th, 2010

Quelle: golem.de

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) will die Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation für sogenannte “islamistische Gefährder” einschränken und den Einsatz der Onlinedurchsuchung und Vorratsdatenspeicherung erweitern. Das sagte Schünemann der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Der Minister wolle Personen, die verdächtigt würden, islamistisch motivierte Terroranschläge zu planen, mit Handy- und Computerverbot belegen, “um deren Kommunikation zu erschweren”. Auch die Länderpolizeien will Schünemann zu “Onlinedurchsuchungen von Computern oder präventiven Überwachungen von Telefonaten und E-Mails” ermächtigen.

Spannend, spannend. Zumal sich ein potentieller Terrorist bestimmt an solch ein Verbot halten wird, stellt sich zudem noch die Frage, wer denn “präventiv” Überwacht werden soll, wenn doch alle verdächtigen Subjekte keine Handys und Computer mehr benützen dürfen :-)

Ich dachte immer man kommt in Untersuchungshaft wenn ein ausreichender Verdacht auf eine geplante oder bereits durchgeführte Straftat besteht.
Schünemann fordert in meinen Augen eigentlich folgendes: Bei Verdacht erfolgt eine Bestrafung.

Die CDU ist ja momentan in Sachen Internet und moderner Kommunikation so richtig kreativ wenn es um Verbote und Feindbilder geht.