Archive for the ‘Netzwelt’ Category

Cablecom hebt TV-Verschlüsselung auf

Tuesday, October 16th, 2012

Quelle: pctipp.ch

Der mit Abstand grösste Schweizer Kabelnetzbetreiber wird die Verschlüsselung des TV-Signals per 1. Januar 2013 aufheben. Damit lässt sich ohne Settop-Box und SmartCard digital fernsehen.
[...]
Sendungen lassen sich ohne Verschlüsselung mit jedem dafür geschaffenen Gerät in der Originalqualität aufzeichnen, es braucht keinen speziellen Recorder von UPC Cablecom mehr; Fernseher, die USB-Recording unterstützen, können direkt auf einen kleinen Speicherstick aufzeichnen. Auch jede gewöhnliche Settop-Box dürfte funktionieren.

Ich zittere immer noch und kann es nicht fassen! *schneuz*

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Zwiegespräch mit einem Swisscom-Shop Mitarbeiter

Sunday, October 7th, 2012

SSM: “Guten Tag, wie kann ich Ihnen behilflich sein?”

Dani: “Guten Tag, ich würde gerne wissen, welche Möglichkeiten ich habe um mein Datenkontingent von 250 MB bei meinem Mobile-Abo zu erhöhen”

SSM: “Darf ich mal Ihre Mobile Nummer haben?” – also, gut, Sie haben ja das NATEL® liberty primo Abo für CHF 29.- im Monat…”

Dani: “Genau”

SSM: “Da gibt es eine surf flex Option für Ihr Angebot. CHF 59.- pro Monat, unlimitiert surfen, bei 7.2 Mbit/s.”

Dani: *schluck*

SSM: “Dies würde dann CHF 88.- pro Monat ausmachen.”

Dani: “Nun ja, dies lohnt sich nicht für mich. Ich brauche nicht zwingend unlimitiertes Surfen, lediglich ein höheres Datenkontingent. So in etwa in der Art wie Sie es bei dem Prepaid Angebot NATEL® easy smart anbieten. 100 MB für CHF 9.-, was sich nach Verbrauch des Kontingents automatisch wieder für weitere 100 MB erneuert.”

SSM: “Dies bieten wir leider nur bei dem NATEL® easy smart an.”

Dani: “Ok, dann würde ich gerne auf das NATEL® easy smart wechseln.”

SSM: “Wann haben Sie Ihr NATEL® libery primo abgeschlossen?”

Dani: “Das war irgendwann im April 2012 für ein Jahr, ohne Subvention für ein Handy.”

SSM: “Dann können Sie erst ab April 2013 ohne Strafgebühr auf das NATEL® easy smart wechseln.”

Dani: “Ok, und wie hoch wäre diese Strafgebühr in meinem Fall?”

SSM: “Die restlichen Monatsmieten für das NATEL® liberty primo, also 6 x CHF 29.-”

Dani: “Hmm…”

SSM: “Sie könnten aber auf das NATEL® infinity XS für CHF 59.- wechseln. Da haben Sie unbegrenztes Anrufe in alle Schweizer Netze, unbegrenztes Surfen auf dem Swisscom Netz, sowie SMS und MMS sind auch unbegrenzt. Denn auf ein höheres Angebot können Sie jederzeit wechseln, zurück geht nicht und ein Prepaid Angebot ist eben das tiefste Angebot.”

Dani: “Hört sich ja nicht schlecht an! Da ich wenig telefoniere und praktisch keine SMS und MMS schreibe, ist die Datenflat für mich vor allem sehr interessant, denn ich höre gerne Internet Radio, lese Zeitungen sowie E-Mails von Unterwegs.”

SSM: “Ja, die Datengeschwindigkeit ist aber auf bis 0.2 Mbits/s beschränkt.”

Dani: “0.2 Mbits/s ist nicht gerade viel für diesen Preis…”

SSM: “Sonst empfehle ich Ihnen das NATEL® infinity S für CHF 75.- mit bis zu 1 Mbits/s oder das NATEL® infinity M für CHF 99.- mit bis zu 7.2 Mbit/s Datengeschwindigkeit.”

Dani: “Danke für die Auskunft, ich werde es mir überlegen.”

SSM: “Keine Ursache, schönen Sonntag noch und auf Wiedersehen.”

Meine Gedanken dazu

Durchschnittliche Kosten der letzten 6 Monaten für das NATEL® liberty primo Abo

Abokosten: CHF 29.-
Kosten für Telefonie und SMS: CHF 10.-
Kosten für 250 MB: inklusive
Total: CHF 39.-

Erwartete monatliche Kosten bei dem Wechsel auf das Sunrise free Prepaid Angebot

Abokosten: CHF 0.-
Kosten für Telefonie und SMS: CHF 10.-
Kosten für 500 MB Datenkontingent: 15.- (2 x 7.50, mit bis zu 7.2Mbit/s)
Total: CHF 25.-

+ Strafgebühr (max. 6 Monate): CHF 29.-
Total: CHF 54.-

Fazit: Lohnt sich trotz Strafgebühr für mich, da dies immer noch günstiger ist als die CHF 88.- für das NATEL® liberty primo + surf flex.
Bei einem höheren Bedarf an Daten bin ich zudem flexibler was die Kosten angeht.

Erwartete monatliche Kosten bei einem Wechsel auf das sunrise24.ch flat Angebot

Abokosten: CHF 49.-
Kosten für Telefonie und SMS: inklusive
Kosten für Datenkontingent: inklusive (mit bis zu 7.2Mbit/s)
Total: CH 49.-

+ Strafgebühr (max. 6 Monate): CHF 29.-
Total: CHF 78.-

Fazit: Lohnt sich trotz Strafgebühr für mich, da Swisscom erst mit dem NATEL® infinity M für CHF 99.- ein vergleichbares Angebot anbietet.

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Orientierungslos mit Apple

Saturday, September 22nd, 2012

Quelle: tagesanzeiger.ch

Der iPhone-Hersteller hat mit iOS 6 Google Maps von seinen Tablets und Smartphones entfernt. Die Ersatzsoftware Apple Maps erntet heftige Kritik – und Apple viel Spott.
[...]
Wie die «Irish Times» berichtet, hat sich aufgrund eines groben Fehlers auf Apple Maps sogar die Politik eingeschaltet: Denn der Kartendienst des iPhone-Herstellers hat aus einem Naherholungsgebiet kurzerhand einen Flughafen gemacht – der irische Justizminister Alan Shatter fürchtet deshalb um die Flugsicherheit. Unerfahrenen Piloten könnte dies, so Shatter, zum Verhängnis werden.

Es bleibt schwer zu hoffen dass kein Flugpilot, aber auch wirklich kein einziger Flugpilot sein Flugzeug je mit einer Mobile-App versucht zu navigieren 8O

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Wie Psychopathen twittern

Wednesday, July 25th, 2012

Quelle: golem.de

Das Verhalten von Personen in einem sozialen Netzwerk wie Twitter sagt viel über deren Persönlichkeit aus, behaupten US-Forscher. Sie wollen herausgefunden haben, wie sich Psychopathen bei Twitter ausfindig machen lassen könnten.
[...]
Auffällig oft verwendeten sie Begriffe wie “Hass” und doppelt so häufig wie andere Nutzer solche Wörter, die sich auf ihre körperlichen Bedürfnisse bezogen. Dazu zählen Wörter wie Essen oder Sex. Diese Personen verwendeten in ihren Tweets auch öfter die Vergangenheitsform und nutzten mehr Wörter wie “weil”, “da” oder “so dass”. In ihren Nachrichten nutzten sie auch mehr Füllwörter wie “ums”, “uhs” und “blahs”.

Das ist doch alles blah, blah!

Da ich pauschale Unterstellungen schon früher hasste, kann ich so was ums verrecken nicht gutheissen, zudem macht mich dies krank, so dass ich jetzt sicherlich keinen Appetit mehr auf gutes Essen haben werde, so wie ich mal keine Lust an Sex hatte, weil ich es damals uh streng hatte.

Früher war doch alles viel besser, auch das Essen war besser – so ein Hass. Den Sex hingegen finde ich heute viel besser als früher, vermutlich weil ich älter geworden bin, was ich aber hasse. Da ich keine Wahl habe und jetzt hungrig bin, gehe ich nun was uh mega feines essen, so dass ich nicht verhungere, weil dies wäre ja nun wirklich der Hass!

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Aufsteller des Tages: EU-Parlament stoppt Acta-Abkommen

Wednesday, July 4th, 2012

Quelle: tagesanzeiger.ch

Wir bleiben wachsam, die Hydra hat viel Köpfe.

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KeePass mit OTP über YubiKey betreiben

Friday, June 29th, 2012

“Was haben LinkedIn, eHarmony und Last.fm gemeinsam?”

So oder ähnlich könnte ein Witz über die drei Webplattformen beginnen, würde die Pointe nicht ein leeres Schlücken bei dem Zuhörer auslösen.

Um was geht es überhaupt? Den drei genannten Unternehmen wurden im grossen Umfang Passwörter Kunden entwendet, eine Tragödie für jedes Unternehmen und deren PR Abteilung. Was ich bei eHarmony und LinkedIn noch mit einem müden Lächeln quittierte, hat mich bei Last.fm schlagartig aufgeweckt – “Da habe ich ich doch auch einen Account!”. Warum ich aber keine E-Mail mit der Aufforderung zum Passwortwechsel von Last.fm erhielt, kann ich nicht verstehen. Wenn ich solche Dinge erst über die Medien erfahren muss, dann müssen nachher wieder die Jungs von der PR-Abteilung den Schaden begrenzen.

Das Passwörter in der Regel als Hash vorliegen ist normal, dies war bei den “verloren” gegangenen Passwörtern auch der Fall. Leider verwenden immer noch viele Firmen die inzwischen nicht mehr sichere MD5 Hashfunktion und was der Tragik noch eines daraufsetzt: Die Hashes sind häufig nicht mal “gesalzen” (Salt), also ohne zusätzliches Einfügen von einer unbekannten Anzahl Zeichen, was der Angriff über ein Wörterbuch oder einer Rainbow-Table zu einem Kinderspiel macht. Wer jetzt glaubt, Kennwörter werden immer als Hashes – mit oder ohne Salt – bei den Unternehmen gespeichert, muss ich enttäuschen. Ein wirklich trauriges Beispiel ist die Firma MobiWee!, welche die Passwörter im Klartext(!) in der Datenbank speichert. Dies lässt sich leicht auf der Homepage über den Link “Forgot your Password?” überprüfen, über diesen MobiWee! einem das ursprüngliche Passwort per E-Mail zusendet – Gruselig! In solchen Fällen hilft auch die Wahl eines noch so starken Passwortes nicht viel und wie wir alle wissen, sollten nur starke Passwörter eingesetzt werden und zwar für jeden Dienst ein anderes. Ach ja, merken sollte man sich die unterschiedlichen Passwörter auch noch können, denn aufschreiben ist hässlich.
Wer benutzt immer die gleichen 3-5 Passwörter im Internet? Es dürften die Mehrheit der Personen sein, kein Wunder bei der Fülle der Dienste, bei denen man heutzutage angemeldet ist.

Als ich meine Liste mit den Diensten, bei denen ich angemeldet bin hervor kramte, zählte ich 91 Eintragungen!
Nach dem Ereignis mit Last.fm wollte ich das Problem endlich mal bei den Wurzeln anpacken, zu lange habe ich mich davor gescheut für jeden einzelnen Dienst ein eigenes Passwort zu verwenden. Einerseits weil ich heute schon recht starke Passwörter verwende, andererseits weil ich die wenigen Passwörter sortiert nach Zugänge wie Foren, Newsletter, Webshops, E-Mail Accounts usw. benutze, was bei einer Kompromittierung eines Passwortes den Schaden eingrenzt. Der aber wichtigste Grund dafür, warum ich bis anhin keine “unique” Passwörter für jeden Dienst verwendete, war schlicht und einfach Faulheit!

Es gibt verschiedene Lösungen um Passwörter zu erstellen die relativ sicher sind und diese vor unbefugtem Zugriff zu schützen.

Passwortkarten

Bei Passwortkarten werden unterschiedliche Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen in einer Matrix dargestellt, die durch eine bestimmte Leserichtung – die nur dem Inhaber der Passwortkarte bekannt sein sollte – das Passwort ergibt. Solche Passwortkarten können z.B. hier erstellt und ausgedruckt werden.

Bild: Passwordkarte

Wie ein Passwort lautet bestimmt der Inhaber selber, merken muss er sich lediglich den Startwert, die Leserichtung und die Anzahl Felder welche das Passwort ergeben soll. So könnte ein Passwort aussehen, welches bei C1 anfängt und fünf Felder lang ist: M-geZi8iP0

Passwortkarten mögen auf den ersten Blick scheinbar die Lösung sein, um das Problem, sich viele Passwörter zu merken, organisieren zu können. Aber wer kann sich schon 30 oder 50 Startwerte, Leserichtungen und Anzahl Felder merken? Zudem: Wenn die Passwortkarte abhanden kommt, besteht das Risiko, dass mittels Brute-Force Methode, und Kombinatorik Passwörter herausgefunden werden können, da alle Informationen die ein Passwort ausmacht auf der Passwortkarte vorhanden sind. Eine Variante welche etwas mehr Sicherheit verspricht ist die Kombination der Passwortkarte mit einem Passwort, das sich nicht auf der Passwortkarte finden lässt und nur dem Inhaber bekannt ist. Dennoch kommt für mich diese Variante nicht in Frage.

LastPass – Passwort Manager

Bei LastPass kann der Benutzer seine Passwörter online abspeichern. Dabei braucht man nur noch ein Passwort um an seine Passwörter zu gelangen – das LastPass Passwort. LastPass ist für verschiedene Betriebssysteme wie Windows, Mac, Linux, aber auch für Android oder das iPhone, verfügbar. LastPass lässt sich daher auch unterwegs benutzen, was eine grosse Stärke dieser Lösung ist.

Bild: LastPass

Wie das Sprichwort so schön sagt: “Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser”, bei LastPass fehlt letzteres. Natürlich verspricht LastPass die Passwörter sicher, verschlüsselt und geschützt vor Fremdzugriff zu lagern. Überprüfen lässt sich dies nicht und da die Firma LastPass in den USA registriert ist, gilt amerikanisches Recht, auch für die Passwörter, die irgendwo in der Welt auf einem Server liegen können. Ob LastPass genug vertrauenswürdig ist um ihr die Verantwortung der eigenen Passwörter zu übertragen, muss jeder selbst entscheiden. Für mich kommt diese Lösung auf jeden Fall nicht in Frage.

KeePass – Passwort Manager

KeePass ist ein Open Source Passwort Manager für das Betriebssystem Windows, zudem gibt es Ports für Linux, Mac, Android, iPhone und BlackBerry.

Bild: KeePass

Da KeePass für den mobilen Gebrauch ausgelegt wurde, lässt sich dieses Programm auch ohne Installation betreiben, einfach die KeePass Daten auf den UBS Stick kopieren, fertig. KeePass gibt es als Version 1.x und 2.x. Während Version 1.x sich ohne das Microsoft .NET Framework begnügt, ist dies in der Version 2.x Pflicht, was aber heute auf jeden Windows Rechner installiert sein sollte. Die Version für Linux und Mac brauchen zudem noch Mono.

Was mir gleich sehr gefallen hat, war die Möglichkeit KeePass mittels One-Time-Password (OTP) betriben zu können. Das Plugin OptKeyProv bietet diese Möglichkeit.

Für mich kommt KeePass als Lösung in Frage. Es ist Open Source, lässt sich transportieren und bietet Unterstützung für OTP.

Die grosse Arbeit

An einem regnerischen Tag nahm ich die Aufgabe in Angriff, alle Benutzerdaten in KeePass zu übernehmen und gleichzeitig alle Passwörter zu ändern, ein Arbeit die gut sieben Stunden in Anspruch nahm. Man sollte sich die Zeit nehmen möglichst starke Passwörter auszuwählen. Da die einzelnen Passwörter nicht mehr einprägsam sein müssen, kann bei der Wahl der Passwortlänge und der Zahl der Zeichenklassen aus den Vollen geschöpft werden.

Der Passwort Generator in KeePass hilft bei der Auswahl von starken Passwörtern. Als starkes Passwort gilt, wenn dieses mindestens 8 Zeichen lang ist und folgende Zeichenklassen beinhaltet: Gross- und Kleinbuchstaben, Sonderzeichen und Zahlen. Weitere Informationen zu starken Passwörtern, finden sich hier.

Wie gut ein Passwort ist, lässt sich z.B. bei rumkin.com überprüfen. Bei Password Meter ist es interessant zu sehen, ob die Menge der Zeichenklassen und deren Häufigkeit einem sicheren Passwort genügen. Schlussendlich sieht man hier, wie lange ein handelsüblicher PC voraussichtlich braucht das eingegebene Passwort zu erraten.

Hinweis: Die getesteten Passwörter sollten nachher nicht mehr weiterverwendet werden.

Bild: KeePass Passwort Generator

Die Datenbank von KeePass beinhaltet nun alle Passwörter in verschlüsselter Form und muss nun selbst gegen unerlaubten Zugriff abgesichert werden. Wer hier test123 als Master Passwort nimmt hat schon verloren und hätte sich die Mühe sparen können. Für das Master-Passwort von KeePass sollte man sich ein schwer zu erratenes Passwort aussuchen, ohne es aufschreiben zu müssen.

Eine Möglichkeit wäre die Bildung von Wortgruppen wie: AchWieSchoen, was nicht sehr sicher ist und durch eine Wörterbuch-Attacke relativ schnell geknackt werden kann.

Schwieriger wird es das Passwort zu erraten, wenn gewisse Buchstaben durch Zahlen und Sonderzeichen ersetzt werden, die auf das Ursprungszeichen schliessen lässt. So wird aus einem “S” eine “5″ oder ein “O” wird zu einem “0″: 4chW135ch03n
Dieses Passwort ist eigentlich ziemlich stark, aber das Benutzen von Leetspeak ist eine Methode die weit verbreitet ist und auch viele Wörterbuch-Attacken können solche Passwörter erraten.

Dennoch sollte man sich nicht davon abschrecken lassen Wortgruppen mit Zahlen und Sonderzeichen zu benutzen und intelligent zu kombinieren. Fünf zusätzliche Zeichen machen dieses Passwort schon sehr sicher: [4chW13-*-$ch03n]

Ich habe mich entschieden KeePass in Verbindung mit einem One-Time-Password (OTP) zu benutzen. Neben einem starken Passwort, muss zusätzlich noch ein OTP eingegeben werden, sonst bekommt man keinen Zugriff auf die Datenbank. Um OTP benutzen zu können gibt es spezielle USB OTP-Keys die am Computer wie Tastaturen funktionieren. OTP-Keys besitzen einen oder mehrere Buttons um gespeicherte Daten mittels Knopfdruck auszulösen. Mittels Konfigurationssoftware lassen sich die OTP-Keys konfigurieren. Ich habe mich für den YubiKey der Firma Yubico entschieden und gleich zwei YubiKey’s für 50 Dollar bestellt.
Obwohl auf der Webseite eine Lieferfrist von 7 – 14 Tagen angegeben wurde, hatte ich die beiden YubiKey’s schon nach vier Tagen im Briefkasten! Top Service!

Bild: YubiKey

Um den YubiKey zu konfigurieren gibt es zwei Programme, das Configuration Utility und das Personalization Tool. Ich habe die Konfiguration mit dem Configuration Utility durchgeführt, welches ich nachfolgend beschreiben werde.

Wir stecken den YubiKey in einen freien USB Anschluss und starten das Configuration Utility Programm.
Beim ersten Start des YubiKeys kann es durchaus einen Moment dauern bis das Betriebssystem den Key erkannt hat.

Bild: Startbildschirm

 

Bild: OATH-HOTP

Hier OATH-HOTP auswählen.

 

Bild: OTP Länge und Startposition

Die OTP Länge sollte man hier auf 8 Stellen setzen was die Sicherheit zusätzlich erhöht. Wichtig ist der Moving factor seed, dieser definiert nämlich ab welcher OTP-Nummer zu zählen begonnen wird. Hier den Wert Fixed zero auswählen.

 

Bild: Secret Key

Hier wird der Schlüssel definiert mit dem die OTP’s generiert werden. Über den Button Single rand können neue Schlüssel “zufällig” erzeugt werden. Hat man den Button ein paar mal gedrückt muss man den 160bit Schlüssel irgendwo zwischenspeichern, denn diesen brauchen wir später noch für KeePass. Dieser Schlüssel ist sehr wichtig, denn ohne diesen lässt sich die KeePass Datenbank nicht mehr öffnen, sollte irgendwann mal der YubiKey verloren gehen. Am besten schreibt man den Schlüssel auf und verwahrt diesen an einem sicheren(!) Ort.

 

Bild: Output Format Flags

Da YubiKey wie eine Tastatur funktioniert, können verschiedene Tastaturbefehle, wie Tabulator oder Zeilenumbruch mit übergeben werden. Dies ist praktisch, da bei der Eingabe eines OTP’s über mehrere Felder hinweg auf die normale Tastatur verzichtet werden kann. Wir lassen die Einstellungen hier alle leer, denn wir definieren die Tastaturbefehle später in KeePass.

 

Bild: YubiKey schützen

Hier kann der YubiKey gegen das Überschreiben seiner Konfigurationen geschützt werden. Vorläufig lassen wir den YubiKey ungeschützt.

 

Bild: Konfiguration schreiben

YubiKey besitzt zwei Speicherbänke um Bspw. ein Passwort und ein OTP Schlüssel abzuspeichern. Wir nehmen die Konfiguration 1 und betätigen den Run Button.

Hinweis: Um die Konfiguration der beiden Speicherbänke abrufen zu können, drückt man den Gold-Button auf dem YubiKey unterschiedlich lange.

KeePass mit OTP aktivieren

Um OTP in KeePass verwenden zu können, muss erst OptKeyProv heruntergeladen und seinen Inhalt in das Hauptverzeichnis von KeePass entpackt werden.

Wir öffnen nun KeePass und geben das Master Passwort ein.

Bild: Master Key

Danach gehen wir zu File -> Change Master Key und geben unseres Master Passwort ein oder definieren ein neues. Unter Key file / provider wählen wir One-Time Passwords (OATH-HOTP) aus und bestätigen mit OK.

 

Bild: OTP

Die Passwortlänge setzen wir auf 8 Zeichen fest, so wie wir dies im Configuration Utility Tool definiert haben. Unter Secret key kommt der zwischengespeicherte 160bit Schlüssel rein, der Counter ist der Moving factor seed aus dem Configuration Utility Tool, diesen lassen wir auf 0. Bei Number of OTPs required to open the database definieren wir, wie viele OTP’s es braucht um KeePass zu öffnen. In diesem Beispiel müsste sechs mal auf den YubiKey gedrückt werden, damit sich KeePass öffnet.

Den Loock-ahead count muss ich an dieser Stelle kurz erklären. Da der YubiKey und KeePass den identischen Secret Key haben und sich daraus alle nachfolgenden OTP-Nummern mathematisch ergeben, müssen beide synchron laufen. Nun ist es aber möglich den YubiKey auch unabhängig von KeePass zu benutzen, was sich mit einem Texteditor und dreimal auf den YubiKey drücken auch rasch überprüfen lässt. In diesem Fall wäre der YubiKey jetzt schon um drei OTP-Nummern weiter als KeyPass. Der Loock-ahead count ermöglicht es KeyPass einen Versatz zu definieren, um diese “Diskrepanz” auszugleichen. Genauer gesagt: KeePass erkennt anhand der eingegebenen OTP-Nummern wie weit der YubiKey voraus ist und passt die neue Startposition an. An der Reihenfolge der einzugebenden OTP-Nummern ändert sich nichts, diese müssen in jedem Fall immer die korrekte Abfolge besitzen, lediglich die Startposition wird angepasst. Dieser Look-ahead count lässt sich nicht unendlich nach Vorne verschieben und sollte zudem mit einem sinnvollen Wert gesetzt werden, denn je höher der Wert ist, desto grösser ist der mögliche Angriffsvektor. Würde man in diesem Beispiel mit dem YubiKey 13 mal in das Leere ein OTP erzeugen, so könnte KeePass nur noch mit dem – hoffentlich zuvor notierten – Secret Key geöffnet werden.

Wir speichern das Ganze und beenden KeePass.

Nach einem Restart von KeePass lässt sich unter Key File das One-Time Password auswählen.

 

Bild: Login mit OTP

Nun geben wir unser Master Password ein und drücken auf OK.

 

Bild: OPT

Als erstes gehen wir gleich mal in die Options und aktivieren Auto-Accept und Auto-Tab. Damit brauchen wir bei der Eingabe der OTP-Nummer nicht die Tabulator- und Zeilenumbruchtaste zu betätigen.

Nun ist KeePass bereit für das erste OTP Login, viel Spass!

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Link des Tages – politnetz.ch

Wednesday, May 30th, 2012

Sehen wie unsere Volksvertreter abstimmen: politnetz.ch

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Nokia – Ist dies der letzte Akt?

Friday, May 18th, 2012

Zwei verschiedene Nachrichten, eine Botschaft.
Ob Nokia mit diesen Geräten Erfolg haben wird? Ich zweifle ernsthaft daran…

Weltweiter Handy-Markt geschrumpft
Erstmals seit 2009 ging der weltweite Absatz an Mobiltelefonen zurück. Während die Smartphones boomen, sinkt die Nachfrage nach einfachen Modellen.

Zwei neue Nokia-Modelle sollen es richten
Der angeschlagene finnische Handyhersteller Nokia will mit zwei neuen Modellen für den Massenmarkt Boden gutmachen.

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Aufsteller des Tages – Schweiz wartet mit der Unterzeichnung des ACTA-Abkommens zu

Wednesday, May 9th, 2012

Quelle: admin.ch

Die Schweiz wartet mit der Unterzeichnung des ACTA-Abkommens vorerst zu, bis genügend Entscheidelemente für die Beurteilung des weiteren Vorgehens vorliegen. Dies hält der Bundesrat in einer Antwort auf ein Schreiben der aussenpolitischen Kommission des Nationalrats fest.

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Der wohl älteste “Raubkopierer” der Welt – oder Schachmatt durch Patriotismus

Wednesday, May 2nd, 2012

Quelle: 20min.ch

Der Witwer schickt die selbst gebrannten DVDs an US-Truppen im Irak und in Afghanistan. Die Filme sollen die Soldaten in Gefechtspausen unterhalten und auf andere Gedanken bringen.
[...]
Die US-Unterhaltungsindustrie lässt den vermutlich ältesten [Anm: Hyman Strachman ist 92] Raubkopierer der Welt gewähren – wenn auch zähneknirschend. Ein Sprecher nahm gegenüber der «New York Times» Stellung. «Wir sind dankbar, dass die von uns produzierte Unterhaltung jene erfreut, die weit weg von zuhause sind.» Rechtliche Schritte werden offenbar keine ergriffen.

Hyman Strachman scheint auch ein guter Schachspieler zu sein.

Will die US-Unterhaltungsindustrie nicht als unpatriotisch gelten muss sie den “Support Our Troops” Gedanke wohl mittragen.

In diesem Sinne: Schachmatt durch Hyman Strachman!

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