Archive for the ‘Computer’ Category

PC-Netzteile als Stromfresser

Tuesday, March 16th, 2010

Quelle: Pressetext.ch

“Dass bei herkömmlichen PC-Netzteilen 30 Prozent der Gesamtenergie durch die Umwandlung verloren gehen, ist im Sinne einer modernen Green IT inakzeptabel”, erklärt einer der Projektleiter, Ingenieur Alexander Kirjuchin von der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, im pressetext-Interview. “Mit unserem Projekt wollen wir zeigen, dass die Technik längst existiert, um auf diesem Gebiet wesentliche Verbesserungen zu erreichen”, so Kirjuchin.

Beim in Konstanz entwickelten Netzteil konnte der Wirkungsgrad auf über 90 Prozent gesteigert werden. Damit ist auch kein Ventilator mehr notwendig, der neben dem Lärmpegel durch seine mechanische Beschaffenheit stets auch ein potenzieller Schwachpunkt für Verschleißerscheinungen darstellt. Ein wesentlicher Fokus liegt zudem auf dem optimierten Einsatz einer aktiven Power Factor Correction (PFC).
[...]
Angesichts des Umstands, dass allein in der Industrie Mio. von ressourcenvergeudenden PC-Netzteilen in Verwendung sind, hofft Kirjuchin auf ein Eingreifen der Politik, wie es etwa bei der EU-weiten Standby-Verordnung geschehen ist: “Eine Normierung bzw. Vorgabe der Politik wäre sicherlich sinnvoll, um den schlechten Netzteilen den Garaus zu machen.” Allein im PC-Bereich gehe es pro PC um zehn bis 20 Watt, die ungenutzt verschwendet werden. Für das deutsche Verbundnetz rechnen die Forscher daher mit einem Energieeinsparungspotenzial in der Größenordnung von Terawattstunden.

Hoffentlich spielt in diesem Fall die Politik mit und verabschiedet griffige Gesetzte, die solch verschwenderische Praktiken wegen ein paar Euro-Cents bald verboten werden. Da diese Massnahme sogar profitabel sein können, zeigt unlängst das Top-Runner-Programm aus Japan, welches nach einer bestimmten Frist die Hersteller mit Sanktionen belegt, sollten diese nicht den zuvor festgelegten Energiestandart bei ihren Geräten umgesetzt haben.

Offline: Ubisoft blamiert sich mit Online-Kopierschutz

Tuesday, March 9th, 2010

Quelle: golem.de

An die Kunden die sich Silent Hunter 5 und Assassin’s Creed 2 von Ubisoft gekauft haben

Ihr denkt, ihr habt ein offline Spiel gekauft, also ein Spiel welches nicht zwingend eine Internetverbindung braucht um es spielen zu können?

Ihr braucht eine Internetverbindung, sonst wird das Spiel nicht funktionieren. Nicht weil es nicht funktionieren könnte, wie ein Onlinespiel der Sorte World of Warcraft oder EVE Online, sondern weil es nicht funktionieren darf.

Ihr habt Geld dafür ausgegeben weil ihr einen fairen Gegenwert dafür erwartet oder einfach nur ehrlich seid und nichts mit Raubkopien, Trojaner, Viren, Malware und Dergleichen zu tun haben wollt?

Die DRM (Digital Right Management) Software – welche überprüft, ob ihr eine Original Software habt – installiert sich auf eurem Betriebssystem und kann euch in der Benutzung anderer Software einschränken oder ganz daran hindern. Dies kann dazu führen, dass euer System für Angriffe und Spionage von ausserhalb anfällig wird (Rootkit von Sony BMG).

Ihr glaubt DRM verhindere Raubkopien und die illegale Nutzung der Software?

Innert kürzester Zeit sind die Original Spiele – ihres Kopier- und Abspielschutz entledigt – auf einschlägigen Seiten im Internet verfügbar. Der Vorwurf, dass “ge-crackte” Software häufig mit Malware, Trojaner und sonstigen Backdoors verseucht seien, trifft ironischerweise in den meisten Fällen nicht zu. Zudem gehören Personen die sich nie ein Spiel kaufen, diese aber im Internet kostenlos herunterladen, definitiv nicht zu der Kundengruppe von Ubisoft. Dieses Phänomen ist weder neu, noch lässt sich solch ein Verhalten auch komplett verhindern.

Ihr denkt, dass ihr das erworbene Spiel auch in 3 Jahren noch spielen könnt?

Solange Ubisoft die Authentifizierungsserver nicht vom Netz nimmt, trübt nichts den Spielspass, ausser ihr habt keinen Internetzugang oder Ubisoft führt gerade “Wartungsarbeiten” an den entsprechenden Servern durch. Es kann davon ausgegangen werden, dass Ubisoft die Server nur solange Verfügbar halten wird, wie es für sie wirtschaftlich ist diese zu betreiben. Ihr habt also das Spiel nicht gekauft, sondern nur die Nutzungsdauer über einen bestimmten Zeitraum, welcher Ubisoft definiert. Beispiele aus der Vergangenheit belegen diese Praktiken immer wieder auf neue. [1] [2] [3]

Ich wünsche euch viel Spass mit dem erworbenen Spiel und hoffe, dass ihr es in 3 Jahren immer noch spielen könnt.

Microsoft fordert Quarantäne für PCs

Saturday, March 6th, 2010

Quelle: pctipp.ch

Verseuchte PCs seien wie Leute mit Schweinegrippe: Sie gefährden die Gesundheit anderer und müssten daher isoliert werden.

Dies fordert Scott Charney, bei Microsoft fürs Trustworthy Computing zuständig, während seiner Keynote auf der RSA-Sicherheitskonferenz in San Francisco. Aktiv werden müssten dabei die Internetprovider, meint er.
Ob es rechtens sein kann, den PC-Benützer, der für seinen Zugang gutes Geld zahlt, einfach so vom Internet abzukoppeln, fragt sich Charney nicht.
[...]
Doch auch für die Geldsorgen der Provider hat Charney eine Lösung parat. Er plädiert für eine allgemeine Internetsteuer. «Die öffentliche Sicherheit ist hier in Gefahr, also muss die Öffentlichkeit auch dafür aufkommen», fordert der Redmonder.

Dear Mister Scott Charney!
Hausgemachte Probleme sollten auch “zu Hause” gelöst werden ;-)
Das es richtig sein soll den Hebel bei den Providern ansetzen zu müssen, kannst du vielleicht den Aktionären von Microsoft weismachen. Als Computer-Sicherheitsangestellter bei einer Firma, welche regelmässig mit Botnetzen und gravierenden Sicherheitsmängeln in Verbindung gebracht wird, hätte ich schon etwas mehr Zurückhaltung erwartet.

Nichtsdestotrotz du bist mein Held des Tages!

P.S. Gegen verseuchte Schweinegrippe-PC’s gibt es seit Jahren schon eine wirksame, kostenlose Medizin.

Apple kickt Hotspot-Scanner aus AppStore

Friday, March 5th, 2010

Quelle: swissitmagazine.ch

[...] Die Apple-Klientel scheint sich an der Bevormundung bis anhin nicht sonderlich zu stören: Weder hat sich organisierter Protest formiert, noch wurden die Monopolwächter auf den Plan gerufen.

Dieses Gebaren von Apple missfällt mir immer mehr und mich stört diese Zensur gewaltig. Natürlich kann Apple auf ihrem Store mehr oder weniger schalten und walten wie es ihnen gefällt, aber solche Entscheide lassen sich nicht mehr nachvollziehen und erinnern stark an Willkür. Kleinlich ist es allemal.

Eigentlich wollte ich mal noch ein DMSGuestbook App für das iPhone und den iPod entwickeln, ich werde mich wohl ganz auf Android konzentrieren.

Schade…

75 Patches pro Jahr: Zu viel!

Friday, March 5th, 2010

Quelle: swissitmagazine.ch

Ein typischer Windows-Anwender muss im Jahr 75 Sicherheits-Aktualisierungen aufspielen, so eine Studie.

Gemäss einem Bericht der Sicherheitsspezialisten von Secunia muss beziehungsweise müsste ein durchschnittlicher Windows-User alle fünf Tage ein Update am Betriebssystem oder an einem der installierten Programme durchführen. Secunia geht davon aus, dass Anwender im Durchschnitt 60 Programme auf ihrem System haben, die von 20 verschiedenen Herstellern stammen. Rund 300 Schwachstellen würden sich auf einem System im Jahr finden.
Der Industrie fehle ein einheitlicher Standard, um Updates automatisch aufzuführen, analysieren die Experten. Aufgrund dieser fehlenden Automatisierung würden viele User die Updates gar nicht ausführen. Dies führe dazu, dass die Systeme anstatt sicherer noch unsicherer würden, so Secunia.

Hier könnte Microsoft den ersten Schritt machen und als de facto Monopolist die anderen Hersteller auffordern, gemeinsam einen Standard zu erarbeiten. Die verschiedenen Linux Distributoren machen es vor wie es gehen könnte.

US-Copyright-Lobby gegen Open Source

Monday, March 1st, 2010

Quelle: inside-it.ch

Ein Dorn im Auge sind der IIPA aber nach wie vor Länder, die den Einsatz von Open-Source-Software propagieren. So verlangt die IIPA etwa im Fall von Indonesien, Brasilien und Indien, dass die US-Regierung diese auf eine “Special 301 List” setzt. In dieser Liste werden Staaten aufgeführt, die die internationalen Copyright- und Patentabkommen nicht rigoros umsetzen. Auf dieser Liste landen nach der Idee der IIPA nun aber auch Länder, die den Einsatz von Open-Source-Software propagieren, wie zum Beispiel der Fall Indonesien zeigt. Die Empfehlung der dortigen Regierung, vermehrt auf Open-Source zu setzen, deutet die IIPA in ihrem Bericht als Schwächung der (amerikanischen) Softwareindustrie, die deren “langfristige Wettbewerbskraft untergrabe”, da mit der Empfehlung eine “künstliche Bevorzugung von Firmen” geschaffen werde, die freie Software und damit verbundene Dienste anböten. Eine solche Linie untergrabe “die Achtung von Rechten an geistigem Eigentum” und präge eine Mentalität, die “den Wert geistiger Schöpfungen nicht angemessen in Betracht zieht”.

Da geht es ganz alleine um die US-Software Industrie und deren Angst, in Zukunft vielleicht weniger Gewinn machen zu können.

Open Source mit Copyright- und Patentverstössen in Zusammenhang zu bringen ist absurd und zeugt von Ignoranz seitens der IIPA. Offensichtlich wird hier wieder versuchte Andersdenkende in ein “Achse des Bösen” – Schema zu zwängen. Vor lauter Nebelkerzenrauch hat die IIPA aber vergessen zu erwähnen, dass das Internet ohne Open Source gar nicht existieren würde, denn der grösste Teil aller Webserver – der Apache, selbst Open Source – läuft auf Unix und Linux.

Zudem ist Open Source Software ein Wettbewerbsmotor, denn alle können es benutzen und der, der das bessere Geschäftsmodell hat wird am Markt bestehen. Im weiteren verhindert Open Source Monopolstellungen, mindert ein stagnieren von Innovationen und fördert Neues. Denn wenn alle Marktteilnehmer ein Produkt verbessern können, fördert dies den Wettbewerb und der Kunde hat die Wahl welches Produkt er wählen möchte oder kann.

Red Hat, Novell (SuSE), IBM, Google oder Sun (Oracle) machen einen grossen Teil ihres Umsatzes mit Open Source Produkten. Firmen und Schulen die Dienstleistungen rund um Open Source anbieten boomen und auch Firmen die ausschliesslich proprietäre Produkte verkaufen, benutzen gerne Open Source Software in ihrem Unternehmen.

Eigentlich ist der IIPA Bericht ein schlechter Troll Versuch und könnte ignoriert werden. Leider werden Personen in dieser Sache Entscheidungen fällen, die entweder keine Ahnung von der Materie haben oder von lauter Rauch und Schwarz-Weiss Denken nicht mehr über den Tellerrand hinaus sehen können.

Das die Homepage der IIPA bei einem Provider gehostet ist der auch Open Source einsetzt, kann man als Ironie verstehen :-)

Link des Tages

Sunday, February 21st, 2010

Es muss nicht immer MS Visio sein wenn es um das Erstellen von Fluss- und Netzwerkdiagramme geht. Dia ist eine kostenlose Alternative und Open Source noch dazu. Ein grosses Plus ist die Möglichkeit weitere Formen durch Plugins nachinstallieren lassen zu können.

Dieses Programm hat seinen festen Platz auf meiner Festplatte und ist mir ein treuer Helfer bei der täglichen Arbeit geworden.

Australien protestiert gegen Internetfilter

Tuesday, February 16th, 2010

Quelle: golem.de

Die Regierung will Anfang kommenden Jahres ein Filtersystem einführen, das Nutzern den Zugang zu bestimmten Websites blockiert. Kommunikationsminister Stephen Conroy begründet die Einführung der Filter mit Jugendschutz und mit dem Kampf gegen Kinderpornografie.

Kinderpornografie lässt sich mit einem Filter schon gar nicht verhindern. Zudem lässt sich so ein Filtersystem unmöglich administrieren um es immer auf dem neusten Stand zu halten.

Wer nur ein wenig Ahnung vom Netz hat wird feststellen, dass der Austausch von solchem Bild- und Filmmaterial nicht über Webseiten wie “childporn.net” oder “kinderporno.de” läuft, welche man mit einem Filter relativ leicht sperren könnte.

Stattdessen benutzen diese “Subjekte” Kanäle wie Chats, Messengers, anonyme E-Mail Accounts, P2P und Bot Netzwerke zum verteilen des Materials. Was zudem ganz klar sein muss: Die Daten werden fast immer verschlüsselt ausgetauscht und die Zugangskanäle sind kontrolliert und hauptsächlich den eingeweihten Pädophilen untereinander bekannt. Die Massnahme einen Internetfilter zu installieren wird nichts bringen ausser die Erkenntnis, dass er nichts bringt.
Zudem können bei solchen Filter relativ leicht auch andere “unerwünschte” oder sogenannte “schädliche” Inhalte gefiltert werden, was heute vielleicht noch abstrakt und paranoid daher kommt, morgen aber Realität sein wird. Die Verlockung wäre einfach zu gross…

Kinderpornografie lässt sich zudem nicht mit elektronischen Massnahmen bekämpfen, denn es ist Phänomen welches schon vor dem Internetzeitalter die Gesellschaft beschäftigte. Will man diesem Problem etwas entgegen wirken, muss man die Ursache bekämpfen indem man zum Beispiel die Täter an die Öffentlichkeit zehrt.

ITIL v3 Zusammenfassung

Wednesday, February 3rd, 2010

Ich mag ITIL nicht mehr sehen, seit Tagen sitze ich schon an der Zusammenfassung und langsam entwickle ich eine Hass-Liebe zu diesem Fach.

Auf der anderen Seite freue ich mich schon bis ich die ersten Prozesse im Job nach ITIL abbilden kann :-)

EU winkt Oracle-Sun-Deal durch

Friday, January 22nd, 2010

Quelle: inside-IT.ch

[...] Die EU-Kommission glaubt nun, dass andere Player einspringen könnten,
falls Oracle den freien Gebrauch und die Weiterentwicklung von MySQL behindern würde. Zudem gebe es mit PostgreSQL eine valable Alternative, so die Kommission. Entscheidend dürfte aber gewesen sein, dass es Oracle offenbar gelungen ist, die EU davon zu überzeugen, dass MySQL weiterentwickelt wird und auch in Zukunft unter der “General Public License” anbieten wird.

Wir werden ja dann sehen ob Oracle Wort halten wird. Skeptisch bleibe ich dennoch, da sich Oracle bestimmt nicht das Geschäft mit ihrer eigenen Datenbank durch ein kostenloses Produkt schmälern lassen wird.

Im Endeffekt läuft es auf einen (weitern) MySQL Fork hinaus…