Spruch des Tages
Sunday, August 1st, 2010Schönheit ist – wie Ordnung – keine Eigenschaft des Gegenstandes, sondern eine Zutat des betrachtenden Subjekts.
Gerhard Stremminger – Gottes Güte und die Übel der Welt
Schönheit ist – wie Ordnung – keine Eigenschaft des Gegenstandes, sondern eine Zutat des betrachtenden Subjekts.
Gerhard Stremminger – Gottes Güte und die Übel der Welt
Harun Yahya, ein bekennender Evolutionstheorie-Kritiker kommt am 28. Mai 2010 nach Zürich um die Entstehung der Arten auf seine Art und Weise zu erzählen.
Seine kruden Ideen und Behauptungen in denen versucht wird die Evolutionstheorie mit Atheismus, Materialismus, Faschismus und Kommunismus zu verbinden, erinnert mehr an einen schlechten Roman und hat bestimmt nichts mit Wissenschaft zu tun.
Schon im ersten Kapitel “I. Warum ist die Evolutionstheorie wissenschaftlich nicht haltbar?” unter “20 Fragen zum Kollaps der Evolutions Theorie” wimmelt es von Falschaussagen und Fehlern. Der Denkfehler fängt schon in der Behauptung an, dass ein so komplexes Wesen wie ein Mensch, nie ohne “Schöpfer” entstehen konnte. Neben der Frage des logischen Regress “Wer hat denn den komplexen Schöpfer erschaffen, wenn nichts komplexes von alleine entstehen kann?”, lassen sich Selektionen und Mutation auch heute in der Natur beobachten. Zudem konnte der Vorgang “Leben aus dem Nichts” im Labor mittels RNA (Ribonukleinsäure) nachgewiesen werden, was die Theorie des Zufalls unter weiter untermauert.
[...] Kurz gesagt, unbewusste Atome können aufgrund ihres Zusammentreffens keine Zelle bilden. Sie können keine Entscheidung zur Teilung dieser Zelle treffen, und dann weitere Entscheidungen um die Professoren zu erschaffen, die zuerst das Elektronenmikroskop entwickeln und dann ihre eigene Zellstruktur unter diesem Mikroskop untersuchen. Materie ist eine unbewusste, leblose Anhäufung von Atomen und wird durch Allahs, über alles erhabenen Schöpfungsakt zum Leben erweckt.
Allgemein stelle ich fest, dass Harun Yahya seine ganze Beweiskette durch ein göttliches Wesen aufbaut. Seine Beweisführung ist dabei die heilige Schrift und Zitate, die den Zusammenhang von Ursache und Wirkung erklären sollen.
Abschließend ist zu sagen, dass die moderne Wissenschaft zweifelsfrei bewiesen hat: Leben entstand nicht zufällig, sondern durch die Schöpfung Allahs.
Das starke Behauptungen auch starke Beweise braucht versteht der Leser spätestens an dieser Stelle.
Die Evolutionstheorie ist die mit Abstand beste Theorie die wir zur Zeit haben um die Entstehung der Arten zu erklären. Es kann mit einer sehr grossen Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die Evolutionstheorie in seiner Gesamtheit gültig ist. Die Zahlen, Fakten und Erkenntnisse wurden und werden akribisch aus Fossilien und Experimenten zusammengetragen und geprüft. Sollte sich die Evolutionstheorie eines Tages als ungültig erweisen, dann nur auf der Basis einer besseren und plausibleren Erklärung.
Harun Yahya versucht mit zirkulärer Logik, Halbwissen und Dogmen einen religiösen, vorgefertigten Ablauf in ein wissenschaftliches Gewand einzuhüllen. Die Tatsache das die meisten Tier- und Pflanzenarten auf der Erde im Verlauf der Geschichte ausgestorben sind, negiert alleine schon einen “Intelligent Design” Plan. Da der Mensch, die Krönung der Schöpfung weder Ultraschall hören, noch das Infrarot Spektrum wahrnehmen kann, widerspricht auch dem Design nach perfekten Organen durch einen Schöpfer. Zudem mag es für Harun Yahya schwer zu verstehen sein, dass sich Dinge alleine durch Mutation und Selektion in “eine Richtung” entwickeln können, ohne einen Bauplan eines Schöpfers.
Ich behaupte hier mal an dieser Stelle, dass das Hinterfragen des göttlichen Schöpfungsplans durch den Mensch von Gott beabsichtigt wurde, als dieser die Menschen erschuf. Beweise dazu habe ich auch: Die Evolutionstheorie
Hier kann sich jeder sein eigenes Bild von der Theorie des Harun Yahya machen:

Quelle: golem.de
Der Papst hat beklagt, dass im Zeitalter der allgegenwärtigen elektronischen Kommunikation die Akzeptanz der Dogmen der Kirche sinke.
Wenn die elektronische Kommunikation mithelfen kann die kirchlichen Dogmen kritisch zu hinterfragen, dann finde ich das ganz in Ordnung
Nur mit einem gläubigen Herzen könne der endlose Fluss der Informationen im Internet eine Seele erhalten, sagte der Papst weiter. “Dies ist unsere Mission, die unverzichtbare Aufgabe der Kirche.” Die Aufgabe aller Gläubigen in den Medien sei es, sich dieser Herausforderung zu stellen, um die Qualität der menschlichen Interaktion zu erhalten. “Sie können so helfen, dass die Männer und Frauen unseres digitalen Zeitalters die Gegenwart des Herrn verspüren”.
Seit wann hat die “Qualität der menschlichen Interaktion” etwas mit dem Christlichen Glauben zu tun?
Quelle: tagesanzeiger.ch
Die Imagekampagne der Katholischen Kirche startet nach Ostern zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Trotz der Kritik wegen sexueller Übergriffe durch Priester zieht die Kirche ihr Vorhaben durch.
Zuerst dachte ich an einen schlechten Aprilscherz, aber jetzt schwanke ich in der Meinung zu dieser Aktion zwischen Zynismus und Naivität.
Das Evangelium mag ja übersetzt schon “Gute Botschaft” bedeuten, aber zu diesem Zeitpunkt ist dieser Slogan aus Marketingsicht definitiv unglücklich gewählt.
Das die katholische Kirche momentan ein Imageproblem hat (aus meiner Perspektive nicht erst seit den sexuellen Übergriffen) mag für den Gläubigen verwirrend sein. Das diese Vorfälle nicht überraschen sind und Missbrauch in der Kirche im gleichen Masse vorkommt wie in der “weltlichen” Welt, muss jedem Gläubigen einfach klar sein.
Erstellt mit PhotoFunia

Tja, der Souverän hat gesprochen.
Die SVP und EDU haben es tatsächlich geschafft mit dieser unwürdigen und angst-schürenden Initiative eine Mehrheit des Stimmvolkes für sich zu gewinnen. Dieser Tag hat dem Ansehen der Schweiz und ihrer sonst so liberale Haltung gegenüber anderen Kulturen und Religionen definitiv geschadet. Ob sich dieser Volksentscheid auch tatsächlich politisch und juristisch umzusetzen lässt, bleibt für mich noch unbeantwortet. Die Verfassung der Schweiz und die Menschenrechtskonvention spricht dagegen, wie hier nochmals vermerkt wurde.
Schade, aber der Wille des Volkes ist zu respektieren.
Aus der Rundschau vom 07.10.2009:
Alarm an der Zürcher Pädagogischen Hochschule. Zahlreiche Studenten gehören freikirchlichen Bewegungen an. Streng gläubige Lehrer sind schweizweit vernetzt mit dem Ziel, Schulkindern ihren fundamentalistischen Glauben zu vermitteln. Konflikte zwischen Missionsarbeit und offiziellem Lehrplan zeichnen sich ab.
Lieber VBG
Ich erwarte als selbständig denkender Mensch, dass die Trennung der Religion im schulischen Lehrplan auch von Euch respektiert und ohne “Winkelzüge” (Hoffnung in der Schule) umgesetzt wird. Persönliche Meinungen in Glaubensfragen haben im offiziellen Lehrplan nichts verloren und gehören in die Privatsphäre. Vor allem die Evolutionstheorie als “unglaubwürdig” zu bezeichnen, bedarf schon ein gutes Stück “Unwissenheit”.
Aber was nicht in das Glaubenskonzept passt, darf halt nicht wahr sein…
Quelle: tagesanzeiger.ch
Zu Beginn des Spiels wird eine friedliche Landschaft gezeigt. Dann schiessen unzählige Minarette aus dem Boden und überziehen wie Speerspitzen das Land. Dies berichtet die Zeitung «Sonntag». Der Spieler muss auf die Gebetstürme zielen – jeder Treffer bringt ein Minarett zum Verschwinden. Wenn man nicht trifft, kommt der Muezzin auf das Minarett, der zum Gebet ruft.

Man führe sich mal vor Augen wie die SVP reagieren würde, hätte ein muslimischer Verein ein Spiel entwickeln lassen, in dem man auf Kirchentürme und Pastoren schiessen müsste.
Nur mal so ein Gedanke…
Die SVP gewinnt den Preis für die dümmste Polit-Kampagne seit es schwarze Schafe gibt.
tagesanzeiger.ch: «Die Islamisierung rückt näher»
So sitzt er [SVP-Nationalrat Walter Wobmann] da und referiert über den Nahen Osten und die Gefahren der islamischen Kultur. Er sei schon immer, schon in der Schule, einer gewesen, «der die Geschichte gut beobachtet» habe. Im islamischen Raum selber sei er noch nie gewesen. So eine Reise habe sich nie ergeben und nie aufgedrängt. Kenya habe man aber einmal besucht, in den Ferien, auf Safari und so. «Und in Buchs war ich in einer Moschee.» Unverdrossen und Stammtisch-gerecht jongliert er im Gespräch mit seinen Wissensbrocken über andere Länder und Kulturen, wirbelt Scharia mit Zwangsheiraten, Ehrenmorden, Beschneidungen und Christenverfolgungen durcheinander. Der Islam sei «extrem fanatisch. Für die Muslime gibt es nur Gläubige und Ungläubige.» Erlaube man Minarette, folge bald einmal der Muezzin, der Gebetsrufer, und am Ende das islamische Recht. «Wer zum Minarett Ja sagt, muss am Ende auch zur Steinigung Ja sagen», meint er.
Der gute SVP-Mann Wobmann bringt tatsächlich so einiges durcheinander. Dies scheint mir bei ihm aber eher auf Unkenntnis zurück zu führen zu sein, als auf bewusste Manipulation. Wobei auch er müsste wissen, dass ein möglicher Zusammenhang zwischen islamischem Recht, Steinigung und der Schweiz völlig absurd ist. Zudem ist der Islam nicht fanatischer als das Christentum. Einzelne Strömungen innerhalb des Islams und deren Interpretierung sind durchaus fanatisch, das Christentum hat diesbezüglich auch seine “schwarzen Schafe”, man erinnere sich an die Piusbruderschaft mit ihrem Vorsitzenden Richard Williamson.
[...] Er ist auch Christ, aber «Katholik mit einem grossen Fragezeichen». Er zahlt Kirchensteuer, hat nicht im Sinn auszutreten, «doch das Ganze mit Rom und dem Papst hat etwas Lebensfremdes».
In der Konsequenz müsste Herr Wobmann doch auch gegen katholische Kirchentürme sein, da diese eine Form des Glauben symbolisieren die Herr Wobmann als Lebensfremd empfindet.
Quelle: tagesanzeiger.ch
Das dieses Plakat in Basel verboten wurde finde ich soweit in Ordnung. Das man dies überhaupt verbieten muss finde ich eigentlich traurig, denn diese Propaganda ist in mehreren Punkten falsch und irreführend.
Wir haben in der Schweiz Religionsfreiheit. Dies bedeutet in erster Linie mal, dass jeder Mensch sein Glaube ausleben kann und deswegen nicht diskriminiert werden darf. Länder wie Saudi Arabien oder auch die Türkei mögen dies gegenüber Andersgläubigen Menschen bei sich zu Hause anders handhaben, wir sollten uns aber von diesen Praktiken distanzieren und nicht ins gleiche Horn blasen.
In der Bibel wird zudem nirgends davon gesprochen das Kirchtürme gebaut werden müssen. Ich möchte das Geschrei der SVP und EDU hören, würde man ein generelles Kirchturm Verbot fordern.
Solange Glaubensgemeinschaften – egal welche – keine rechtsstaatswidrige Handlungen begehen und andere Menschen – ob gläubig oder nicht – keiner ihrer Dogmen aufzwingen, haben diese einen Platz in unserer Gesellschaft und dem sollten wir Rechnung tragen.
Quelle: tagesanzeiger.ch
Was vielen aufgeklärten Bürgern rund um den Globus als einer der grössten Fortschritte der Geschichte gilt – dass Gesetze von ungläubigen Parlamentariern statt von Gottesdienern jeglicher Farbe geschrieben werden – ist in Becks Logik ein Fehler. «Warum sind wir Amerikaner so mächtig?» fragt er in der von ihm geschätzten rhetorischen Manier. Und befindet: Weil sie Gottes Autorität anerkennen würden. «Viele andere Länder» sähen das komplett falsch – in ihren Augen würden Menschenrechte durch die Regierung garantiert, durch irgendwelche Gremien – statt durch Gott selber. «Keine Regierung kann jedoch das Loch in uns ausfüllen, wenn Gott verjagt wird.»
Ja genau, darum ist China – ein Staat ohne Religion – so mächtig und wird der USA den Rang als Wirtschaftsnation bald ablaufen.
Ob sein Gott die Menschenrechte auch ohne Justiz und Gremien durchsetzten vermag?
Dank seiner Regierung und den vielen Gesetzen, Gremien, Organisationen und den Medien kann Glenn Beck Nachts ruhig schlafen und braucht keine Angst vor Willkür zu haben..
Wo war sein Gott eigentlich während der Amtszeit von G.W. Bush, als in Guantanamo hunderte von Menschen ohne Zugang zu der Justiz und den Menschenrechtsorganisationen eingesperrt waren?
Stimmt, dort geschahen ja keine Menschenrechtsverletzungen…