Archive for the ‘Atheismus / Religion’ Category

Freikirchen sehen die Animanca-Steine als Bedrohung

Monday, January 30th, 2012

Quelle: tagesanzeiger.ch

Mit geharnischten Mails und Briefen protestieren aufgebrachte Mitglieder von Freikirchen bei der Migros. So wirft beispielsweise ein Kunde in einem Brief an Claude Hauser, Präsident der Migros-Verwaltung, dem Grossverteiler Entmenschlichung vor. Die Kinder würden in der neuen Sammelaktion «Animanca – entdecke die Tiere in dir» angeleitet, kleine Schamanen zu werden.
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An der Aktion stört sich auch Jesus.ch, eine Internetplattform aus dem freikirchlichen Umfeld. «Mystische Steine, die das Tier und Kräfte in uns wecken? Tönt doch recht esoterisch», heisst es in einem Artikel. Einem Amulett würden magische, energetische Kräfte zugeschrieben, die für Esoteriker als Mittler zwischen höheren Mächten und uns Menschen dienen.

Entmenschlichung? Uii, dass tönt ja ganz schlimm und dies sollten wir den Kindern wirklich nicht zumuten. Lassen wir sie doch lieber den Lehren aus der Bibel lauschen, da gibt es auch gleich viel harmlosere Dinge als gefährliche Tier-Steine und blasphemische Schamanen-Rituale. Anfangen könnte man als Beispiel mit den Vorzügen der sexuellen Enthaltsamkeit – die ist so “menschlich”. Oder die Einstellung gegenüber Homosexuellen, auch ein enorm “menschliches” Bekenntnis der christlichen Lehre. Möglicherweise sollte zum Anfang die grosse Toleranz gegenüber Andersdenkende und -glaubende bei Kindern vermittelt werden, mit diesem Attribut schmückt sich die christliche Lehre ja auch gerne.

Teufelsaustreibungen, Engel, über das Wasser gehen, Jungfrauengeburt, Auferstehung und Gott sind Dinge die für mich recht esoterisch tönen. Jeder darf sich seine eigne Traumwelt zusammen basteln und soll sie auch ausleben können. Aber erhebt nicht den Anspruch, unbewiesene Dinge als Realität und Gesetz anderen Menschen aufzwingen zu können.

Thomas Hanimann, Sprecher der Schweizerischen Evangelischen Allianz, beurteilt die Sammelaktion gelassener: «Ich bin nicht alarmiert», sagt er. Man könne aber durchaus darüber streiten, wie sinnvoll die Animanca-Aktion sei. Immerhin gebe sie aufmerksamen Eltern die Möglichkeit, mit ihren Kindern über Fragen rund um Esoterik und Aberglauben zu diskutieren. «Da man esoterische Ideen immer missbrauchen kann, verstehe ich Leute, die sich mit der Migros-Aktion schwertun», gibt Hanimann zu bedenken.

Ich möchte diesem Statement noch folgendes in Fett geschrieben, der Vollständigkeit halber, ergänzen:
Immerhin gebe sie aufmerksamen Eltern die Möglichkeit, mit ihren Kindern über Fragen rund um Esoterik, Religion und Aberglauben zu diskutieren. «Da man religiöse und esoterische Ideen immer missbrauchen kann, verstehe ich Leute, die sich mit der Migros-Aktion schwertun», gibt Hanimann zu bedenken.

Zum Glück haben wir einen doch recht gut ausgeprägten säkularisierten Staat. Nicht auszudenken wie es aussehen würde, wenn solche fundamentalistische Gruppierungen in der Schweiz das Sagen hätten.

Das Gesicht der Religion lächelt friedlich solange es seiner Macht beraubt ist.

Die neue Religion: Kopimisten

Thursday, January 5th, 2012

Quelle: PCtipp, Golem.de

In Schweden ist eine aus der Filesharing-Bewegung entstandene Glaubensgemeinschaft offiziell als Religion anerkannt worden.
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Als Glaubensgrundsätze gelten unter anderem die Aufforderung «Kopiere und verbreite» und «Alles Wissen für alle». Die Religion wendet sich explizit gegen Antipirateriegesetze und Kopierschutztechniken. Des Weiteren erklärt die Gemeinschaft, deren Priester sich Operateure nennen, das Internet für heilig und den Code zum Gesetz.

Amen, und viel Erfolg kann ich dazu nur sagen ;-)

Achtjähriges Mädchen wird zum Symbol gegen jüdischen Fanatismus

Thursday, December 29th, 2011

Quelle: tagesanzeiger.ch

In Israel haben die Spannungen zwischen orthodoxen und säkularen Juden einen neuen Höhepunkt erreicht. Angefangen hat alles mit einer Attacke gegen das achtjährige Mädchen Naama Margolese.
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Naama Margolese befand sich auf dem Schulweg, als sie plötzlich von mehreren Männern ultraorthodoxer Herkunft angefallen wurde. Sie bespuckten das achtjährige Mädchen und nannten sie eine «Prostituierte», wie die «New York Times» berichtet.
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Grund für die Beschimpfung war die Kleidung von Margolese, die den religiösen Fanatikern zu freizügig erschien.
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Hadassa Margolese zeigt sich gegenüber der Nachrichtenagentur AP entsetzt: «Es sollte doch möglich sein, dass jemand in einem ärmellosen T-Shirt und Hosen die Strasse entlang gehen kann, ohne dass er dabei schikaniert wird», sagt die Mutter von Naama, die mit ihrer Familie einst von Chicago nach Bei Shamash auswanderte. «Das Einzige, was ich will, ist, dass ich friedlich zur Schule laufen kann», sagt das Mädchen.

Es irritiert mich sehr, dass erwachsene Menschen ein achtjähriges Mädchen als “Prostituierte” beschimpfen können…

TV-Crews, die über den Vorfall berichten wollten, wurden anschliessend in die Flucht geschlagen. Die weiblichen Reporterinnen bezeichneten die Ultraorthodoxen als «Shiksen», eine jüdische Bezeichnung für Dirne. Soldaten, die eingreifen wollten, wurden als «Nazis» abgetan.

Diese Ultraorthodoxen leben offensichtlich ganz weit weg was wir unter Realität verstehen. Ein wenig Geschichtsunterricht würde diesen Fanatikern auch gut tun. Jemanden als “Nazi” zu bezeichnen, der Altersmässig schon gar keiner sein kann, ist unterstes Niveau.

Die Haredim genannten ultraorthodoxen Juden griffen bei mehreren Gelegenheiten die Polizei an, als diese in der Hauptstrasse von Beit Shemesh versuchte, Schilder zu entfernen, die zur Trennung der Geschlechter aufforderten. «Wir wollen unsere Stadt und Häuser retten», sagt Dov Lipman, ein 40-jähriger Rabbi und Aktivist, gegenüber der «New York Times». Die selbsternannten «Rettungsaktionen» gipfeln meist in Attacken auf das weibliche Geschlecht. Israelische Medien berichteten zuletzt wiederholt von Attacken auf Frauen. Etwa, dass Frauen sich weigerten, die in manchen Buslinien geltende Geschlechtertrennung einzuhalten und deshalb angegriffen wurden.

Die in den 1980er-Jahren auf Druck der Ultraorthodoxen eingeführte Regelung sieht vor, dass sich Frauen hinten hinsetzen. Frauenrechtlerinnen beobachten mit Sorge, dass die Ultraorthodoxen zunehmend aktiv für die Anwendung der religiösen Geschlechtertrennung eintreten.

Dies ist ein gutes Beispiel dafür was passieren kann, wenn Religion sich im öffentlichen Raum etabliert. Ein paar wenige, verblendete Zeitgenossen projizieren ihr Weltbild auf die Allgemeinheit und versuchen dies mit Gewalt durchzudrücken. Das ein Staat sich erpressen lässt und elementare Menschenrechte auf Forderungen von Fundamentalisten über ein religiöses Diktat aushebeln lässt, finde ich eine gefährliche Sache.

So wird die Abtreibungsinitiative schmackhaft gemacht

Wednesday, July 6th, 2011

Quelle: tagesanzeiger.ch

Der Nationalrat Peter Föhn wollte eigentlich nur den Leistungskatalog der Krankenkassen säubern. Es war Sommer 2009 und der nächste Prämienschock kündigte sich an. In einer Motion verlangte er, Leistungen wie Abtreibungen oder Schönheitsoperationen aus dem Pflichtkatalog zu streichen.

Doch dann klopften verschiedene Institutionen beim Schwyzer SVP-Politiker an, die sich seit der 2002 vom Volk genehmigten Fristenlösung schwer tun mit Straffreiheit des Schwangerschaftsabbruchs in den ersten zwölf Wochen, und sie regten eine Volksinitiative an. So entstand die Initiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache».
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Die Initiative habe wenig Chancen, sagen befragte Experten. Insbesondere mit ethischen oder religiösen Argumenten hole man nicht viele Wähler ab. «Es gibt heute keine Mehrheit für eine restriktivere Regelung der Abtreibung», sagt Politologe Daniel Kübler. Bessere Chancen haben die Initianten, wenn sie ganz auf das finanzielle Argument setzen. «Das finanzielle Argument zählt sicher mehr als das moralische», sagt Dorothea Lüddeckens, Religionswissenschaftlerin an der Universität Zürich.

Religiös motivierte Initiativen haben in einer säkularisierten Gesellschaft nichts verloren.
Ich kenne da auch noch Leistungen die man aus dem Pflichtkatalog der Grundversicherung streichen könnte und die nach der Logik von Herrn Peter Föhn auch unter “Privatsache” fallen müssten:

- Krebsvorsorge und -behandlung bei Rauchern
- Lebertransplantation bei Alkoholikern
- Notoperation nach selbst verschuldetem Unfall mit überhöhter Geschwindigkeit
- Beinbruch nach Skiunfall
- …

Als ob eine Abtreibung ein lustiger Event wäre die eine Frau als Kick sucht, um den grauen Alltag hinter sich zu lassen. Um wirklich bei den Gesundheitsausgaben sparen zu wollen, sollten wir erst die grossen Kostenpositionen ins Auge fassen und angehen. Medikamentenpreise wären doch mal ein Anfang… oder ist dies eines Sommerlochs nicht würdig Herr Föhn?

Und ewig nervt das Kirchengeläut

Thursday, May 26th, 2011

Quelle: tagesanzeiger.ch

Die Glockenschläge um 6 Uhr morgens in Bubikon haben bereits alle Gerichtsinstanzen beschäftigt. Schliesslich befand das Bundesgericht, das Geläut sei rechtens. Das Gericht hielt in seinem Entscheid von 1999 zwar fest, dass 60 Dezibel – am Ohr gemessen – die Aufwach-Schwelle sei. Doch dem widerspricht nun eine Studie der ETH Zürich und der Empa, wie die NZZ von heute schreibt.

In einer Feldstudie bei 27 Versuchspersonen stellte sich heraus, dass der kritische Geräuschpegel wesentlich tiefer liegt. Die Anwohner von neun Kirchen im Kanton Zürich zeigten bei weniger lautem Geläut bereits Aufwach-Reaktionen. Ein eigentlicher Schwellenwert konnte jedoch nicht ermittelt werden, da die Personen unterschiedlich sensibel reagierten.

Der Sinn eines viertelstündlichen Glockenschlag – auch Nachts – entzieht sich mir. Bei nächtlichem Flugverbot, genereller Nachtruhe ab 22 Uhr und der Tatsache, dass in einem Haushalt heute mindestens ein Zeitmesser steht, erscheint mir dieser “Lärm” als überflüssig.

Streit um Kirchengeläut in Gossau vor Europäischem Gerichtshof

Initiative gegen «Sterbetourismus» und «Suizidhilfe» begraben

Sunday, May 15th, 2011

Quelle: tagesanzeiger.ch

Die beiden Vorlagen gegen die Sterbehilfe im Kanton Zürich waren chancenlos. Mit über 84 bzw. 78 Prozent Nein-Stimmen erlitten die EDU- und EVP-Vorlagen Schiffbruch.
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Die Volksinitiative «Nein zum Sterbetourismus» geht auf die Zeit zurück, in der die Sterbehilfe-Organisation Dignitas Suizidwillige aus dem Ausland in Hotelzimmern und Autos in den Tod begleitete, weil dem Verein kein Sterbezimmer zur Verfügung stand. EDU und EVP wollten Dignitas stoppen. Sie verlangen in ihrer Volksinitiative, dass Sterbehilfe an Personen, die weniger als ein Jahr im Kanton Zürich gewohnt haben, unter Strafe gestellt wird.

«Stopp der Suizidhilfe!» Die Sterbehilfe soll in der Schweiz verboten werden: Das verlangen EDU und EVP. Mit ihrer Volksinitiative wollen sie erreichen, dass der Kanton Zürich eine entsprechende Standesinitiative in Bern einreicht. Diese müsste vom eidgenössischen Parlament behandelt werden. Das Volk sagt voraussichtlich Nein und das Begehren ist vom Tisch. Ansonsten müsste der Bund eine Gesetzesvorlage für ein Sterbehilfe-Verbot ausarbeiten.

Zum Glück wurden diese beiden Initiativen abgelehnt, denn in einer aufgeklärten Zeit wie heute sind solche Verbote einfach nur peinlich. Der Wunsch nach einem selbst bestimmten Sterbens ist in unserer Gesellschaft vorhanden und benötigt klare Regelung und juristische Sicherheit für alle Beteiligten. Verbote wie die christlichen Parteien EDU und EVP sie fordern taugen nichts und haben bestenfalls dogmatischen Charakter, denn niemand will einfach mal zum “Spass” sterben und reist dafür in die Schweiz um sich einer Sterbehilfe-Organisation anzuvertrauen.

Wenn die Urheber der beiden Initiativen tatsächlich geglaubt haben, dass ein einziger Suizid mit der Annahme der Vorlagen verhindert worden wäre, so muss ich neben “peinlich” noch das Adjektiv “naiv” hinzufügen.

Und noch eine soziale und liberale Partei – SLB

Saturday, April 23rd, 2011

Quelle: tagesanzeiger.ch

Der CVP laufen nicht nur die Wähler davon. Jetzt wird ihr auch noch die Bezeichnung als liberal-soziale Partei streitig gemacht. Denn heute wird in Aarau die Sozial-Liberale Bewegung der Schweiz gegründet (SLB). Hinter der neuen politischen Gruppierung steht unter anderem der Aargauer Grossrat Samuel Schmid. Er ist evangelischer Pfarrer, leitet das Hilfswerk Freundesdienst und gehörte bis vor einem Jahr der EDU an.

«Ich verliess die Partei, weil sie mir zu wenig sozial und zu AKW-freundlich war», sagt der SLB-Mitgründer.
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Die SLB will vor allem in der politischen Mitte Stimmen holen. Dazu bietet sie einen Mix aus linken, liberalen und streng wertkonservativen Anliegen. So ist die SLB gegen die Atomenergie und gegen überrissene Managerlöhne. Sie befürwortet die bilateralen Verträge, setzt auf Eigenverantwortung und kämpft gegen die staatliche Bürokratie. Gleichzeitig ist sie gegen Abtreibung und Sterbehilfe, wie Schmid sagt. «Wir wollen aber nicht über Personen urteilen, die aus einer Notlage heraus handeln. Jeder Fall muss einzeln angeschaut werden», so der Theologe.

Das die SLB das Wort: “liberal” in ihrem Namen trägt finde ich mutig, zumal diese strikt gegen Abtreibung und Sterbehilfe ist. Was die SLB meint wenn sie sagt, dass sie nicht über andere Personen urteilen will die sich in einer Notlage befinden, erschliesst sich mir nicht ganz. Eine Abtreibung geschieht immer aus einer Notlage heraus, alles andere impliziert sonst, dass es Frauen gibt die Freude an einer Abtreibung haben und diese bewusst suchen. Zudem finde ich es vermessen das die SLB entscheiden kann zu wissen, ob eine Notlage vorliegt die eine Abtreibung gerechtfertigt.

Das es Menschen gibt die nach langer oder qualvoller Krankheit das selbst bestimmte Sterben suchen, zeigt auch hier die Notlage dieser Personen auf. Hier braucht es keine neue Partei, die ihnen die religiösen Konsequenzen eines Freitods vor Augen führen und sich anmassen zu wissen, was richtig und falsch ist.

Mir scheint so als wird hier versucht eine erzkonservative Doktrin in ein Mäntelchen aus sozialem und liberalem Gedankengut zu kleiden, damit sich die “Bewegung” besser verkaufen lässt.

«Für Freikirchler können Freikirchler nicht pädophil sein»

Friday, March 25th, 2011

Quelle: tagesanzeiger.ch

Sektenexperte Georg Otto Schmid hofft, dass der Kinderschänderfall in der Freikirchenszene ein heilsamer Schock ist.

Herr Schmid, die christliche Krippe Purzelbaum hat offenbar nicht allzu genau hingeschaut, als sie einen Kleinkindererzieher angestellt hat, der der evangelikalen Freikirche ICF angehört. Muss man davon ausgehen, dass man sich bereits gekannt hat?
Das ist gut möglich. Die Freikirchen empfinden sich als zusammengehörig. Die Biografie von Freikirchlern beinhaltet in der Regel mehrere Stationen, die theologischen Unterschiede sind nicht mehr relevant. Die Szene ist sehr gut vernetzt, man hält zusammen und grenzt sich gegen aussen ab.
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Für sie sind schon liberalere Reformierte Ungläubige, die in der Hölle schmoren werden. Das Problem ist der Umkehrschluss: Viele Evangelikale können sich nicht vorstellen, dass Leute ihres Glaubens massivst sündigen können. Für Freikirchler können Freikirchler nicht pädophil sein. Ein ICFler ist für ein Mitglied der Christlichen Gemeinde Volketswil automatisch rechtgläubig und ein guter Mensch.

Auch ein ICFler ist ein ganz normaler Mensch, der durch seinen zwar Glauben meint er sei anderen Menschen in moralischer Hinsicht überlegen, was aber ein Trugschluss ist.

Moral gab es schon vor dem Christentum und wird es auch noch geben wenn das Christentum nicht mehr existiert. Moral ist zudem kein starres Konstrukt welches sich niemals ändert, sondern spiegelt den Konsens einer Gesellschaft im Zusammenlebens wider.

Dinge, wie das Zusammenleben unter einem Dach zweier unverheirateten Menschen, war im Jahr 1950 höchst unmoralisch. Nur die Ehe gebietet es einem eine solche Wohngemeinschaft zu führen. Das selbe gilt auch beim Recht auf Verhütung, was 40 Jahren nach der Antibabypille immer noch für kontroverse Diskussionen in religiösen Kreisen sorgt. Die Gesellschaft hat sich einem Bedürfnis angepasst und die nötigen Rahmenbedingung erarbeitet oder sogar erkämpft.

Es lässt sich bei allen Menschen und Kulturen so etwas wie eine “Grundmoral” erkennen. Darunter fallen Dinge wie das töten von anderen Menschen oder die natürliche Hemmschwelle von Pädophilie. Diese Moralwerte sind durch die Evolution entstanden und sind Teil der menschlichen Strategie ums Überleben. Diese Grundeinstellung ist überall auf der Welt vertreten, unabhängig vom Geschlecht, der Rasse und der Religion.

«Schwulen ohne Partner bleibt Prostitution oder Pädophilie»

Thursday, March 24th, 2011

Quelle: tagesanzeiger.ch

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Emil Grabherr outet sich als Schwulenfeind.
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In der neusten Ausgabe der Parteizeitung «Kurier» nimmt er gegenüber den Homosexuellen kein Blatt vor den Mund. Schwule gebe es drei verschiedene Arten, schreibt er in einer bildungspolitischen Tirade gegen die Erosion der Geschlechterrollen und den «perversen Sexualunterricht im Kindergarten»: Neben den in ordentlicher Partnerschaft lebenden Schwulen gehörten «auch die männlichen Huren und die unter keinem Titel akzeptierbaren Bubenschänder» dazu.
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Bei den Luzerner Jungsozialisten und deren homosexueller Arbeitsgruppe GaynossInnen hat Grabherrs Kategorisierung Entsetzen ausgelöst.
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«In seinem Schubladen-Wahn versucht Grabherr verzweifelt, sein heteronormatives Weltbild zu retten, und bezichtigt Schwule, nur zwischen drei Arten der Sexualität wählen zu können. Als Single bleibt mir dann wohl nur noch Prostitution und Pädophilie», sagt Gaynosse Florian Vock, der über Grabherrs «blinde Argumentation» nur lachen kann.
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Die Gesellschaft lebe nach wie vor von der natürlichen Beziehung von Mann und Frau. Die «Gleichwertigkeit jeglicher sexuellen Orientierung» schon im Kindergarten zu propagieren, findet Berufsschullehrer Grabherr total daneben.

Der gute Grabherr muss ja in einer ganz sonderbaren Welt leben wenn er so ein Weltbild lebt und pflegt.
Nach der verko(r)ksten Logik von Emil Grabherr würde nämlich folgende Bedingung bei heterosexuellen Menschen zutreffen:

Single Männer = männliche Huren und Mädchenschänder
Single Frauen = weibliche Huren und Bubenschänder

Im Übrigen weist der Luzerner SVP-Politiker darauf hin, dass er Homosexuelle «aus der erstgenannten Gruppe», also jener mit Lebenspartner, durchaus zu seinem Freundeskreis zählen dürfe.

Er hat also nichts gegen Homosexuelle solange diese in einer Beziehung leben? Ähmm… und dieser Mann ist Lehrer?!

Der Papst erhebt Jesus-Mythen zu Fakten

Tuesday, March 15th, 2011

In seinem neuen Jesus-Buch nimmt Benedikt XVI. die Evangelien wortwörtlich. Sein dogmatischer Zugang versperrt ihm die Sicht auf die historische Figur.
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Unbeleckt von den Erkenntnissen aus 200 Jahren historischer Bibelkritik, wonach die Evangelien weniger historische Information als religiöse Botschaft enthalten, nimmt Benedikt sie wortwörtlich. Die frühestens 30 Jahre nach dem Tod Jesu aufgezeichneten Evangelien liest er wie Augenzeugenberichte. Er unterscheidet nicht wie die historischkritischen Exegeten zwischen dem Jesus der Geschichte und dem verkündigten Christus des Glaubens. Anders als die universitäre Theologie hält er die Worte des historischen Jesus und die spätere theologische Auslegung durch die gläubige Gemeinde nicht auseinander.

Der liebe Papst Benedikt der XVI kann glauben an was er will. Wenn er möchte soll er doch die Bibel-Märchen und Jesus-Mythen als Fakten anerkennen und die ganzen Widersprüche wortwörtlich auslegen. Wenn es ihm lustig ist darf er auch glauben, dass die Erde eine Scheibe ist und die Sonne sich um sie dreht. Ich darf ja schliesslich auch glauben, dass der gute Mann nicht mehr alle Tassen im Schrank hat…

Zu guter Letzt weiss doch jeder vernünftige Mensch das es nur einen Gott geben kann – Das Flying Spaghetti Monster. Die Beweise dafür sind überall zu sehen, warum versteht das die Christus-Sekte eigentlich nicht. Wie viele Beweise brauchen die eigentlich noch, bis diese Ketzer das Flying Spaghetti Monster als einzigen, wahren Gott anerkennen?!

Aquarell-Beweis

Photo-Beweis

Photo-Beweis Nahaufnahme