Quelle: tagesanzeiger.ch
Zu Beginn des Spiels wird eine friedliche Landschaft gezeigt. Dann schiessen unzählige Minarette aus dem Boden und überziehen wie Speerspitzen das Land. Dies berichtet die Zeitung «Sonntag». Der Spieler muss auf die Gebetstürme zielen – jeder Treffer bringt ein Minarett zum Verschwinden. Wenn man nicht trifft, kommt der Muezzin auf das Minarett, der zum Gebet ruft.

Man führe sich mal vor Augen wie die SVP reagieren würde, hätte ein muslimischer Verein ein Spiel entwickeln lassen, in dem man auf Kirchentürme und Pastoren schiessen müsste.
Nur mal so ein Gedanke…
Die SVP gewinnt den Preis für die dümmste Polit-Kampagne seit es schwarze Schafe gibt.
tagesanzeiger.ch: «Die Islamisierung rückt näher»
So sitzt er [SVP-Nationalrat Walter Wobmann] da und referiert über den Nahen Osten und die Gefahren der islamischen Kultur. Er sei schon immer, schon in der Schule, einer gewesen, «der die Geschichte gut beobachtet» habe. Im islamischen Raum selber sei er noch nie gewesen. So eine Reise habe sich nie ergeben und nie aufgedrängt. Kenya habe man aber einmal besucht, in den Ferien, auf Safari und so. «Und in Buchs war ich in einer Moschee.» Unverdrossen und Stammtisch-gerecht jongliert er im Gespräch mit seinen Wissensbrocken über andere Länder und Kulturen, wirbelt Scharia mit Zwangsheiraten, Ehrenmorden, Beschneidungen und Christenverfolgungen durcheinander. Der Islam sei «extrem fanatisch. Für die Muslime gibt es nur Gläubige und Ungläubige.» Erlaube man Minarette, folge bald einmal der Muezzin, der Gebetsrufer, und am Ende das islamische Recht. «Wer zum Minarett Ja sagt, muss am Ende auch zur Steinigung Ja sagen», meint er.
Der gute SVP-Mann Wobmann bringt tatsächlich so einiges durcheinander. Dies scheint mir bei ihm aber eher auf Unkenntnis zurück zu führen zu sein, als auf bewusste Manipulation. Wobei auch er müsste wissen, dass ein möglicher Zusammenhang zwischen islamischem Recht, Steinigung und der Schweiz völlig absurd ist. Zudem ist der Islam nicht fanatischer als das Christentum. Einzelne Strömungen innerhalb des Islams und deren Interpretierung sind durchaus fanatisch, das Christentum hat diesbezüglich auch seine “schwarzen Schafe”, man erinnere sich an die Piusbruderschaft mit ihrem Vorsitzenden Richard Williamson.
[...] Er ist auch Christ, aber «Katholik mit einem grossen Fragezeichen». Er zahlt Kirchensteuer, hat nicht im Sinn auszutreten, «doch das Ganze mit Rom und dem Papst hat etwas Lebensfremdes».
In der Konsequenz müsste Herr Wobmann doch auch gegen katholische Kirchentürme sein, da diese eine Form des Glauben symbolisieren die Herr Wobmann als Lebensfremd empfindet.