Archive for May, 2009

Wie sicher wären neue AKW?

Saturday, May 9th, 2009

Quelle: tagesanzeiger.ch

«Es gibt keine Energie zum Nulltarif», sagt Horst-Michael Prasser, ETH-Professor für Kernenergiesysteme. Jeder Schritt von der Gewinnung des Urans über den Betrieb eines Kernkraftwerkes bis zur Endlagerung berge gewisse Risiken. Aber auch erneuerbare Energien seien mit schädlichen Umwelteinflüssen verbunden – nur werde das von den Gegnern der Kernenergie kaum je erwähnt. So sei etwa die Gewinnung von Kupfer für Windgeneratoren und Solarzellen ebenfalls mit Bergbau verbunden. «Vergleicht man die Gesundheits- und Umweltbelastung der verschiedenen Energieproduktionsarten, schneidet die Kernenergie sehr gut ab.» Nur die wenigsten wüssten, dass bei der Herstellung von Solarzellen giftiger Sondermüll entstehe, der bereits heute unter Tag entsorgt werden müsse.

Natürlich gibt es keine Energie zum Nulltarif, dies wurde auch gar nicht gefordert. Der Versuch die Kernenergie mittels verschiedenen “Energieproduktionsarten” schön zu reden ist “green washing”, denn in der Gesamtbilanz – und die ist eigentlich relevant – schneidet die Atomkraft miserabel ab. Zudem finde ich es problematisch von giftigem Sondermüll in der Solarproduktion zu sprechen und dabei die Wiederaufbereitung und Entsorgung von nuklearen Brennelementen mit keinem Satz zu erwähnen.

Es müssen Wege und Möglichkeiten gefunden werden alternative Energieträger effizienter und umweltfreundlicher zu machen, ganz klar. Hingegen auf eine Technologie zu setzen die einen endlichen Rohstoff für den Betrieb benötigt – von den anderen Risiken mal ganz abgesehen – darf wirklich nicht mehr unser vorrangiges Ziel in der heutigen Zeit sein.

3D Realms ist pleite

Thursday, May 7th, 2009

Duke Nukem Forever ist tot
Quelle: golem.de

Hach, ich werde die alljährliche Meldung über ein baldiges Release von Duke Nukem Forever vermissen.

Rest in peace Duke Nukem, now and forever…

Link des Tages

Monday, May 4th, 2009

Holla, den Kryptochef gibt es ja immer noch :-)
Der Einzige, der persönlich eine 256 bit (Vollbit) Verschlüsselung für 130 Euro garantiert!
Wenn ihr mal Zeit habt, liest den ganzen Text durch, ich hatte wieder Tränen in den Augen!

Ein paar Auszüge aus dem “Machtwerk” von diesem Detlef Granzow, alias KRYPTOCHEF:

[...]
Ich KRYPTOCHEF Detlef Granzow (persönlich)
(der einzige Programmierer der artiger Software in der Welt) garantiere allen diese Sicherheit.
[...]
Glauben Sie mir, das dieser Preis ganz und gar nicht zu teuer dafür ist, denn auch in Zukunft kann es keine
sichere Verschlüsselungs Methode als diese in KRYPTO verwendete Methode geben.
[...]
Hören Sie nicht auf unwissende die selbst nie etwas vernünftiges Zustande gebracht haben, sich selber aber gern im
Vordergrund sehen, und sei es nur mit Lügen. Wenn Sie spezielle Fragen zu meiner Software haben, so werde ich
diese immer korrekt beantworten. Tun Sie mir aber bitte einen Gefallen und vergleichen Sie KRYPTO nicht mit
irgend einer anderen Software auf dieser Welt. Der Zeit gibt es kein Vergleich, und ich glaube das wird noch sehr
sehr lange so bleiben (auch unter anderen Betriebs Systemen).

Sogar Bruce Schneier, ein Experte für Kryptographie und Computersicherheit hat sich vor einiger Zeit mal dazu geäussert:

My head hurts just trying to read that.

Nachtrag vom 18.05.2009
KRYPTOCHEF hat mich dazu angeschrieben, natürlich ganz persönlich:

KRYPTOCHEF Detlef Granzow (persönlich)!

Ihre Meinung zu meinem KRYPTO ist mir absolut egal.
Solange Sie meine Texte von meiner KRYPTO Homepage unverändert posten, ist mir das auch egal.
Erschreckend finde ich jedoch ihre Unfähigkeit etwas nach bestem Wissen und Gewissen bewerten zu können.
Tatsache ist:
Die ganze Welt und auch Bruce Schneier können eine mit meinem KRYPTO verschlüsselte Datei absolut nicht (niemals) unberechtigt entschlüsseln.
OTP-Daten Verschlüsselungs Programme gibt es extrem wenige, da die Programmierung extrem kompliziert ist. OTP-Daten Verschlüsselungs Verfahren gelten weltweit als einziges Verfahren als absolut sicher, da es absolut keine Angriffspunkte gibt.
Mein KRYPTO ist ein fünffach OTP-Verfahren, welches Algorythmen nur zur Schlüsselerzeugung benutzt, aber immer per OTP-Datenverschlüsselungsverfahren Daten verschlüsselt. Dieses von mir verwendete OTP-Datenverschlüsselungsverfahren ist eigens von mir entwickelt worden, und wird von keiner anderen Software benutzt.

Ihre Homepage belustigt mit ihrer Darstellung daher höchstens meine Kunden.

Sie dürfen diesen Text auf ihrer Homepage posten.

KRYPTOCHEF Detlef Granzow (persönlich)!

Lieber KRYPTOCHEF
Ich habe mit keiner Silbe das One-Time-Pad Verfahren kritisiert welches tatsächlich sehr sicher ist, solange der Originaltext mindestens gleich lang ist wie der verschlüsselte Text. Zudem habe nicht einmal Ihren Text kritisiert sonder nur zitiert.

Wenn Sie es aber genau wissen wollen: Sie behaupten das es keine sicherere Verschlüsselungsmethode gibt als Ihre KRYPTO Methode. Dies ist erstmal eine Behauptung, die Sie eigentlich durch die Offenlegung des Verfahrens beweisen könnten (Bruce Schneier hätte bestimmt Interesse daran). Ohne Nachprüfbarkeit bleibt es aber eine Behauptung und könnte sogar als “security through obscurity” interpretiert werden, sorry.

Bakom: Passleser lässt sich aus 500 Metern anzapfen

Monday, May 4th, 2009

Quelle: tagesanzeiger.ch

Für die Fachleute ist der Fall klar: «Bei beiden Geräten kann das Signal mit einfachen Mitteln beim normalen Lesevorgang mitgehört werden.» Der Befund lässt aufhorchen. Denn er stammt nicht aus der Abstimmungspropaganda gegen den biometrischen Pass, sondern aus einem offiziellen Bericht des Bundesamts für Kommunikation (Bakom).

Paradoxerweise ist mein jetziger Pass besser gegen Manipulation geschützt als der zukünftige biometrische Pass. Zudem identifiziere ich heute auch die Person welche meinen Pass z.B. am Flughafen kontrolliert.

Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) warnt davor, den biometrischen Pass ohne Schutzhülle aufzubewahren. Grund: Es hat nachgewiesen, dass sich der Pass aus Distanz heimlich lesen lässt – auch wenn dieser zugeklappt in der Handtasche liegt.

Ist eine logische Schlussfolgerung…

Diese Basic Access Control verhindere, dass sich die Daten beim Vorbeigehen ausspionieren liessen. Tatsächlich sagt auch das Bakom, dass es dafür «die Daten zur Generierung des Schlüssels» brauche. Will jemand noch dazu an die Fingerabdrücke herankommen, muss er einen weiteren Sicherheitscode knacken, über den nur Schweizer Behörden verfügen. Balmer: «Wer genug Zeit hat, kann alle Schlüssel ausprobieren. Das dauert aber bis 300 Jahre.»

Hier wird versucht dem Bürger Sand in die Augen zu streuen:

- Der Schlüssel muss an jedem Zollamt, die den E-Pass auslesen wollen, verfügbar sein. Da der Pass Inhaber kein Kennwort eingeben muss, um die Daten bei einer Kontrolle sichtbar zu machen, ist dieser “Schlüssel” nicht geheim und Missbrauch ist vorprogrammiert.

- Die Lesegeräte könnten gestohlen oder manipuliert werden, dadurch ergeben sich ganz neue Möglichkeiten für Passfälscher.

- Die Grund für die Einführung des E-Pass ist der Kampf gegen den Terrorismus. Zur Erinnerung: Die 9/11 Attentäter hatten alle einen gültigen Ausweis.

Das Fedpol zieht jetzt Konsequenzen aus dem brisanten Bericht: Es will vor der Einführung des neuen Passes die Lesegeräte mit Filtern nachrüsten. Damit setzt es Empfehlungen des Bakom um. Dieses legte dem Fedpol dringend nahe, die Passleser besser abzuschirmen und darin Netzfilter einzubauen, damit das Mitlesen aus der Luft und übers Stromnetz erschwert wird. «Damit macht die Schweiz mehr, als die für elektronische Geräte anzuwendenden Normen verlangen», heisst es beim EJPD. Andere Warnungen des Bakom schlägt es dagegen in den Wind.

Toll! Diese “Normen” erhöhen die Glaubwürdigkeit derjenigen, die den biometrischen Pass als sicher propagandieren, ungemein!

Wo die Schulmedizin homöopathisch arbeitet

Sunday, May 3rd, 2009

Quelle: tagesanzeiger.ch

Als ich den Beitrag lass, wurde ich den Verdacht nicht los, dass sich der Author zu Homöopathie bekennt. Am ende des Beitrages wird dies dann aber auch mit einem Vermerk bestätigt, soweit alles gut:

Die TA-Redaktorin hat bis Ende 2000 als homoöpathische Ärztin gearbeitet.

Was mich aber an diesem Beitrag stört ist die Vermischung zwischen einem Medikament, welches eine fein, abgestimmte, “chemisch nachweisbare” Dosierung enthält und den Medikamenten, die als homöopathisch gelten, die “keine chemisch nachweisbaren” Wirkstoffe mehr enthalten. Ein riesen Unterschied, welcher aber in einem Nebensatz noch kurz erwähnt wird.

Der schulmedizinische Einsatz von 0,025- bis 0,075-prozentigen Capsaicin-Zubereitungen als Schmerzmittel bei genau diesem Zustand mutet deshalb eigentlich widersinnig an – entspricht aber dem homöopathischen Vorgehen. Anzufügen ist jedoch, dass die Schulmediziner – anders als die Homöopathen – die Wirkstoffe in chemisch messbaren Dosen anwenden.

Die Diskussion über die Zahlbarkeit von alternativen Behandlungen über die Krankenkassen, sollte über die “Nachweisbarkeit” der Behandlungsmethode erfolgen. Wird auf eine statistisch, signifikante Beweisbarkeit verzichtet, müssten in Zukunft auch das Handauflegen und die Wässerchen von Uriella in den Leistungskatalog der Krankenkassen mit aufgenommen werden.

«Goldener Fallschirm» für Manager: EU schlägt Limite vor

Friday, May 1st, 2009

Quelle: tagesanzeiger.ch

Der «goldene Fallschirm» bei Beendigung eines Vertrags sollte maximal zwei Jahresgehälter betragen, schreibt die Kommission in einer am Mittwoch veröffentlichten Empfehlung an die Mitgliedstaaten. Gescheiterte Manager sollten gar keine Abfindung erhalten.

Impliziert ein “Scheitern” nicht automatisch das Fehlen eine Abfindung?
Das wir ein Gesetz brauchen welches dies regelt, ist eigentlich schon bedenklich…

Ansonsten noch einen schönen 1. Mai.