Fabian – Gib mir die Welt plus 5 Prozent

YouTube Video: Warum überall Geld fehlt

Fabian – der Protagonist dieses Märchen – steht im Mittelpunkt dieses aufklärenden, hübsch gemachten 50 minütigen Films über das Geld und unser Zinssystem in dem wir alle gefangen sind. (Piga, danke für den Link!)

Es ist natürlich nicht der erste Film der das Zins-Problem dieser Gesellschaft aufzeigt aber dieser wirklich gut gemachte Film sollte an den Schulen vorgeführt werden um die jungen Menschen über den Wahnsinn der “Geldvermehrung aus dem Nichts” aufmerksam zu machen.

Das wir fürs Ausleihen von Geld Zinsen zahlen müssen ist schon ein starkes Stück, der Zinseszins ist aber eine bodenlose Frechheit und zeigt im Endeffekt auf, das unser Zinssystem niemals dauerhaft und nachhaltig funktionieren kann.

Ich kann das Buch Geld ohne Zinsen und Inflation von Margrit Kennedy empfehlen, welches auch Online oder als PDF gelesen werden kann.

Ein weiteres Buch: Die natürliche Wirtschaftsordnung von Silvio Gsell.
(Anmerkung: Die Robinsonade im Kapitel 5 ist ein Muss!)
Robinsonade als Manga

Und zum Schluss noch das Buch von Helmut Creutz – Geldsyndrom als PDF

Links:
www.neueimpulse.org
www.geldreform.de
www.geldcrash.de
Umlaufgesichertes Geld (Freigeld)
Wie funktioniert Geld? (YouTube Video)

In eigener Sache
Als ich im Jahre 2000 eine Menge Geld an der Börse verloren hatte, wollte ich verstehen warum dies geschehen konnte. Zu dieser Zeit platzte die “Dot Com” Blase und Unsummen von Geld wurde auf einen Schlag vernichtet. Das an der Börse spekuliert wurde und das die meisten Entscheidungen dort psychologischer Natur waren, war mir schon klar. Ich konnte aber nicht verstehen, warum durch das Horten von Geld sich dieses automatisch vermehren konnte obwohl kein reeller Gegenwert dafür vorhanden war.
Mein erstes Buch welches ich in die Finger bekam war “Geld ohne Zinsen und Inflation” von Margrit Kennedy und da fing ich an zu verstehen was an dem System nicht funktionieren konnte. Ich lass Dinge wie: “94 Prozent des Geldes welches sich um Umlauf befindet, ist nicht durch entsprechende Güter gedeckt”. Dies zeigte mir sehr schnell auf, dass nur durch eine regelmässige Vernichtung der Güter (z.B. Krieg) das System des immer wiederkehrenden, exponentiellen Wachstum neu initialisiert und am Leben erhalten werden kann. Unsere Ressourcen sind endlich aber die Geldvermehrung (siehe Josefpfennig) folgt nicht diesem Gesetz.

12 Responses to “Fabian – Gib mir die Welt plus 5 Prozent”

  1. Gabi Says:

    Super Film über das Geldproblem!
    Ich wusste gar nicht, dass du dich auch für dieses Thema interessierst, bei unserem nächsten Treffen haben wir auf jedenfall Gesprächstoff :-)

    Bleib wie du bist, bis bald.
    Gabi

  2. hobbit Says:

    es wird wirklich langsam zeit das wir dieses system ändern.
    der film ist auf jedenfall gut gemacht (wie funktioniert geld übrigens auch) und sollte uns langsam zu einer alternative ermutigen.

    hobbit

  3. Jürg Says:

    De Film müssti würklich i de Schuele zeigt werde…
    Und Medie söttit das Thema au mal uffgrife und thematisiere. Isch eigentlich scho na verruckt, mir alli gönnt so selbstverständlich mit em Gäld um aber die meischte Mänsche wüsset nöd wie das ganzi funktioniert.

    Jürg, au us Züri :)

  4. DoJom Says:

    Netter Beitrag zu dem diesem “Geld aus Nichts” Thema.
    Bin gerade das Buch von Margrit Kennedy am lesen… Haarsträubend das Ganze… Haarsträubend…

    DoJom

  5. Daniel Says:

    Man muss den Zinseszins natürlich immer aus beiden Perspektiven sehen. Aus der Sicht eines kreditnehmenden Verbrauchers wird ja – wie auch in diesem Beitrag – nur allzu gerne über den Zinseszins als “bodenlose Frechheit” hergezogen. Geht es aber um das eigene Geld, wird kaum ein Anleger auf ihn verzichten wollen. Altruisten gibt es nunmal nur auf dem Papier, im realen Leben werden sie kaum anzutreffen sein. Dass ein wirtschaftliches System, welches auf einer ins unendlich strebenden Zinseszinsfunktion (Formeln findet man z.B. hier: http://www.tagesgeldvergleich......szins.html ) aufgebaut ist, eines Tages kollabieren muss, dürfte jedem einleuchten und wurde auch in der Vergangenheit bereits mehrfach bestätigt. Trotzdem ist der Zinseszins kein Teufelszeug derzeitiger Wirtschaftssysteme, sondern bereits seit den ersten Tauschgeschäften gang und gäbe und entspricht dem Streben der meisten Menschen, aus einer bestimmten Menge eines Gutes den maximalen Nutzen zu erzielen.

  6. Daniel Schurter Says:

    Hallo Daniel

    Ein System welches unweigerlich regelmässig bereinigt werden muss, weil es durch sein exponentielles Wachstum nicht überlebensfähig ist, ist für mich – um deinen biblischen Ausdruck zu verwenden – ein Teufelszeug.

    Natürlich verzichte auch ich nicht auf den Zins, schliesslich ist mein ganzes Leben davon abhängig und alle Güter welche im Umlauf sind sind damit belastet. Ich brauche folglich immer mehr Kapital um mein Lebensstandard aufrecht erhalten zu können. Dies geht natürlich auf Kosten anderer und bewirkt in der anderen Waagschale eine Verschiebung. Dieser Zustand ist für mich höchst unbefriedigend und je mehr Wirtschaftswachstum wir haben, desto schneller wird uns der Kollaps ereilen.

    Das schon während der Zeit als noch das Tauschgeschäft gang und gäbe war, der Profit und der eigene Vorteil im Vordergrund stand, liegt in der Natur des Menschen. Man darf aber nicht vergessen, dass hier “reale” Güter getauscht wurden und um die geht es in der Zins und Zinseszins Frage.

    Das ich mit einem hohen Geldbetrag alleine durch das Zurückhalten dessen “Wert” verändern kann, ist ein Fehler im System. Denn Geld wird in diesem Moment zu einem “Wertgegenstand” und verliert seine ursprüngliche primäre Rolle als Tauschmittel.

    Das heutige System wird wieder zusammen brechen und irgendwann werden wir Menschen mal den Mut haben müssen ein neues, nachhaltiges Wirtschaftssystem in die Wege zu leiten.

    Grüsse,
    Daniel Schurter

  7. Daniel Says:

    “…Das heutige System wird wieder zusammen brechen und irgendwann werden wir Menschen mal den Mut haben müssen ein neues, nachhaltiges Wirtschaftssystem in die Wege zu leiten. …” So hart Deine Worte klingen, aber diesbezüglich gebe ich Dir voll und ganz recht, sowohl was das heutige Wirtschaftssystem angeht, als auch die Anforderungen an ein zukünftiges System.

  8. hansi Says:

    Hallo an alle,

    die Diskussion über Zinssatz … etc. ist ja ganz nett, aber nur ein kleiner Teil von Fabian. Wer den Film wirklich verstehen will sollte sich mal Zeitgeist (insb. 3. Teil) anschauen.

  9. David Says:

    Scientology-Propaganda!
    Produzent von “Fabian” ist Michael Kent aka Michael Hinz. Er beschäftigt sich mit Meinungsmanipulation, verbreitet Scientology-Verschwörungstheorien und hält Kontakte zur rechten Szene. “Neue Impulse” ist ein von Scientologen geführter Verein um “vor allem über esoterische oder alternativmedizinische Themen an Einzelaspekte von HUBBARDs Lehre anzuknüpfen, um auf diese Weise neue Mitglieder zu rekrutieren.” Quelle: Verfassungsschutzbericht Baden Württemb. 2001 2003 2004, http://www.ingo-heinemann.de

  10. Richard Says:

    @David: Tolles Argument, es ist ja auch nicht gerade im hoechsten Interresse des verschuldeten Staates, das solche Informationen Verbreitung finden. Deine Quelle, der Verfassungsschutz handelt oft genug mit Fragwuerdigen Methoden und nach ebensolchen Motiven. Also gleich mal mit der Nazi-Keule, der Esotherik-Keule und der Sekten-Keule draufhauen…Diffamierung in Reinstfoerm. Ausserdem, wenn Informationen moralischen Anspruechen genuegen, einleuchten, und nachvollziehbar sind (ab der Mittelstufe fuer jeden, im Fall von “Fabian”) dann ist es auch egal (fuer mich wenigsten) von wem sie stammen. Aber ein Lacher wars schon, ich hab mich schon gefragt wann der erste sowas postet :-D

    gruesse

  11. Mira Says:

    Solche Zinsen wird es nie geben ;)

  12. Rudi Says:

    Wenn man nun für das Aufbewahren seines Geld in Banken eine Art Aufbewahrungs- oder besser “nicht in den Umlauf bringen” Gebühr zahlen müsste, würden dann nicht viele ihr Geld in hauseigenen Tresoren oder ähnlichem deponieren?
    Wenn nicht der Staat über jede Finanztransaktion Bescheid wüsste, käme es da nicht- allein schon aus dem Sicherheitsdenken der Menschen – wohl eher dazu, dass ein jeder sich seine eigene heimliche Privatbank (im Keller) einrichten würde, bei der sein Geld nicht an Wert verlieren würde, weil ja niemand (von den “Kontrollinstanzen”) von dem gelagerten Geld wüsste. Klar würden Einbruch und Diebstahl einen erneuten Boom erleben, doch bei den heutigen technischen Möglichkeiten sähe ich da schon Wege, diesem Dilemma zu begegnen.

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